Einkommensteuer-Rechner 2026
Wie viel Einkommensteuer zahlst du 2026? – in Sekunden beantwortet. PilotOS-Rechner kann das – plus laufende Steuervorschau aus deiner EÜR, damit deine Rücklage stimmt.
Wer sein zu versteuerndes Einkommen nicht kennt, unterschätzt die Einkommensteuer regelmäßig um mehrere Tausend Euro und wird von der Nachzahlung im Steuerbescheid kalt erwischt.
Dieser Rechner ermittelt deine Einkommensteuer 2026 nach §32a EStG – Grundtarif oder Splitting, inklusive Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, mit Durchschnitts- und Grenzsteuersatz. Ohne Anmeldung, direkt im Browser.
Grundlage: Tarif nach §32a EStG 2026 (Grund- bzw. Splittingtarif), Solidaritätszuschlag mit Freigrenze und Milderungszone. Eingabegröße ist das zu versteuernde Einkommen (nach allen Abzügen). Überschlagsrechnung – keine Steuerberatung; die verbindliche Berechnung erfolgt im Bescheid.
Alle hier verwendeten Rechtswerte mit Gültigkeit, Norm und Prüfdatum stehen offen im Register – Stand der Rechtswerte.
Einkommensteuer 2026 – Grundtarif & Splitting
Der Grundfreibetrag liegt 2026 bei 12.348 € – bis dahin zahlst du keine Einkommensteuer. Darüber steigt der Steuersatz stufenweise von 14 % (Eingangssatz) auf 42 % (ab rund 69.879 € zvE), ab 277.826 € greift der Spitzensatz von 45 %. Beim Splittingtarif für zusammenveranlagte Ehegatten wird der Grundtarif auf das halbe gemeinsame Einkommen angewendet und das Ergebnis verdoppelt.
Als Selbstständiger ergibt sich dein zu versteuerndes Einkommen aus dem Gewinn (z. B. der EÜR) minus Sonderausgaben und Freibeträgen. In PilotOS läuft diese Steuervorschau automatisch mit – direkt aus deinen laufenden Buchungen.
Steuervorschau statt böse Überraschung
PilotOS rechnet deinen EÜR-Gewinn laufend aufs Jahr hoch und zeigt dir die voraussichtliche Einkommensteuer – so weißt du frühzeitig, wie viel Rücklage du brauchst. Läuft lokal auf deinem Rechner.
Wie der Einkommensteuertarif funktioniert
Die Einkommensteuer folgt dem Tarif des § 32a EStG: Bis zum Grundfreibetrag zahlst du nichts, darüber steigt der Steuersatz Schritt für Schritt vom Eingangssatz von 14 % bis zum Spitzensatz von 42 %; bei sehr hohen Einkommen kommt die sogenannte Reichensteuer von 45 % hinzu. Entscheidend ist dabei nicht dein Bruttoeinkommen, sondern das zu versteuernde Einkommen (zvE) – also dein Einkommen nach Abzug von Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen.
Konkret heißt das: Bis zum Grundfreibetrag (2026 rund 12.348 €) zahlst du 0 € Steuer. In den beiden progressiven Zonen darüber steigt der Satz stufenweise an, danach greifen zwei feste Sätze von 42 % bzw. 45 % auf den übersteigenden Betrag. Beim Splittingtarif wird derselbe Tarif auf die Hälfte des zvE angewendet und das Ergebnis verdoppelt. Der Rechner schätzt deine Steuerlast aus dem zu versteuernden Einkommen und zeigt so, wie stark sich Freibeträge und Abzüge auswirken. Er ersetzt keine Steuererklärung, hilft dir aber, die Größenordnung realistisch einzuschätzen.
Rechenbeispiel 1: Bei einem zu versteuernden Einkommen von 45.000 € (Einzelveranlagung, Grundtarif) ergibt der Tarif nach § 32a EStG eine Einkommensteuer von rund 8.835 € – ein Durchschnittssteuersatz von etwa 19,6 %. Solidaritätszuschlag fällt hier nicht an, da die Freigrenze von 20.350 € Einkommensteuer erst bei deutlich höherem Einkommen überschritten wird. Der Grenzsteuersatz – also der Satz, mit dem der nächste verdiente Euro besteuert wird – liegt bei diesem Einkommen bereits bei rund 34 %, also deutlich über dem Durchschnittssatz.
Rechenbeispiel 2 (Randfälle): Bei einem zu versteuernden Einkommen von nur 10.000 € liegt der Betrag unter dem Grundfreibetrag von 12.348 € – die Einkommensteuer beträgt exakt 0 €. Am oberen Ende: Bei 300.000 € zvE liegt die Steuer laut Tarif bei rund 115.529 €, ein Durchschnittssteuersatz von etwa 38,5 %, während der Grenzsteuersatz für den zuletzt verdienten Euro bereits bei den vollen 45 % Reichensteuersatz liegt. Zwischen 0 € und über 100.000 € Steuerlast liegt also allein die Höhe des Einkommens.
Beim Splittingtarif für Ehepaare wird derselbe Tarif zweimal auf die Hälfte des gemeinsamen Einkommens angewendet. Bei einem gemeinsamen zu versteuernden Einkommen von 90.000 € (je 45.000 € pro Person) ergibt sich damit eine Steuer von 2 × 8.835 € = 17.670 € – deutlich weniger, als wenn eine Person allein 90.000 € versteuern müsste, weil dort ein größerer Teil des Einkommens im oberen Progressionsbereich läge.
Von der Schätzung zur echten Erklärung
Der progressive Tarif zeigt dir auch, warum sich Abzüge lohnen: Jeder abziehbare Euro spart dir Steuern in Höhe deines persönlichen Grenzsteuersatzes – und der liegt bei mittleren und höheren Einkommen deutlich über dem Durchschnittssteuersatz. Genau hier setzt legale Steuergestaltung an.
PilotOS begleitet dich über den Rechner hinaus durch die komplette Einkommensteuererklärung mit den passenden Anlagen und übermittelt sie direkt über ELSTER. Der Rechner ist dein Einstieg, die geführte Erklärung das eigentliche Werkzeug.
Häufige Fehler bei der Einkommensteuer-Schätzung
1. Bruttoeinkommen statt zvE eingegeben: Wer sein Bruttogehalt oder den ungekürzten Gewinn einträgt statt des zu versteuernden Einkommens nach Abzügen, überschätzt seine Steuerlast oft deutlich – Werbungskosten, Sonderausgaben und Freibeträge können das zvE um mehrere Tausend Euro senken.
2. Durchschnitts- und Grenzsteuersatz verwechselt: Viele denken, ihr gesamtes Einkommen werde mit dem höchsten erreichten Satz besteuert. Tatsächlich gilt der Grenzsteuersatz nur für den zuletzt verdienten Euro, während der meist deutlich niedrigere Durchschnittssatz über die tatsächliche Belastung entscheidet.
3. Solidaritätszuschlag pauschal eingerechnet: Wegen der Freigrenze von rund 20.350 € (Einzelveranlagung) bzw. 40.700 € (Splitting) tariflicher Einkommensteuer fällt bei vielen mittleren Einkommen inzwischen gar kein Soli mehr an. Wer ihn trotzdem pauschal mit 5,5 % draufrechnet, überschätzt seine Belastung.
4. Splittingvorteil falsch eingeschätzt: Der Splittingvorteil ist am größten, wenn die Einkommen der Partner stark auseinanderliegen. Verdienen beide etwa gleich viel, ist der Effekt gering – ein häufiger Denkfehler bei der Planung.
5. Keine Rücklage für die Nachzahlung gebildet: Selbstständige ohne Lohnsteuerabzug zahlen die Einkommensteuer erst mit dem Bescheid, oft ein bis zwei Jahre nach dem eigentlichen Einkommen. Wer in der Zwischenzeit keine ca. 25–30 % des Gewinns zurücklegt, gerät bei der Nachzahlung schnell in Liquiditätsprobleme.
Gut zu wissen
Wonach richtet sich die Einkommensteuer?
Nach dem zu versteuernden Einkommen (zvE) und dem progressiven Tarif des § 32a EStG. Das zvE ist dein Einkommen nach Abzug von Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen und Freibeträgen – nicht dein Bruttoeinkommen.
Stand
Wie hoch ist der Eingangs- und Spitzensatz?
Der Eingangssatz liegt bei 14 % direkt oberhalb des Grundfreibetrags, der Spitzensatz bei 42 % ab ca. 69.879 € zvE, die Reichensteuer bei 45 % ab ca. 277.826 € zvE (Stand 2026).
Stand
Was ist das zu versteuernde Einkommen?
Das Einkommen nach Abzug von Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen – bei Selbstständigen der Gewinn aus der EÜR abzüglich Sonderausgaben. Es ist die alleinige Bemessungsgrundlage für den Tarif.
Stand
Warum lohnen sich Abzüge steuerlich besonders?
Weil sie mit dem persönlichen Grenzsteuersatz wirken, der bei mittleren und höheren Einkommen oft 10 bis 15 Prozentpunkte über dem Durchschnittssatz liegt. Ein zusätzlicher abziehbarer Euro spart also mehr, als der Durchschnittssatz vermuten lässt.
Stand
Ersetzt der Rechner die Steuererklärung?
Nein, er liefert eine Überschlagsrechnung zur Orientierung. Die verbindliche Steuer ergibt sich erst aus dem tatsächlichen Steuerbescheid nach Abgabe der Erklärung.
Stand
Kann PilotOS die Erklärung übermitteln?
Ja, PilotOS führt geführt durch die vollständige Einkommensteuererklärung inklusive der passenden Anlagen und übermittelt sie direkt über die ELSTER-Schnittstelle.
Stand
Ab wann fällt Solidaritätszuschlag an?
Erst wenn die tarifliche Einkommensteuer die Freigrenze von ca. 20.350 € (Einzelveranlagung) bzw. ca. 40.700 € (Splitting) übersteigt. Darüber gibt es eine Milderungszone, bevor der volle Satz von 5,5 % greift.
Stand
Was ist der Unterschied zwischen Durchschnitts- und Grenzsteuersatz?
Der Durchschnittssatz bezieht sich auf das gesamte zvE, der Grenzsteuersatz nur auf den zuletzt verdienten Euro – er liegt wegen der Progression bei mittleren Einkommen fast immer deutlich höher, z. B. bei 45.000 € zvE bereits bei ca. 34 % gegenüber knapp 20 % Durchschnittssatz.
Stand
Wie hoch ist die Reichensteuer?
Ca. 45 % ab einem zu versteuernden Einkommen von rund 277.826 € (Stand 2026) – zusätzlich zum regulären progressiven Tarif, und nur auf den übersteigenden Teil des Einkommens angewendet.
Stand
Mit deinen echten Zahlen weiterrechnen
Dieser Rechner arbeitet mit den Annahmen, die du eingetippt hast. PilotOS rechnet dieselbe Formel über deine tatsächlichen Buchungen – lokal auf deinem Rechner, ohne dass eine Zahl das Haus verlässt.
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Der Free-Tarif ist dauerhaft kostenlos. Kein Konto nötig, um die Rechner zu benutzen – und alle 35 laufen auch offline in der App, direkt in der passenden Maske.
