Kfz-Steuer-Rechner (Pkw)
Wie hoch ist deine Kfz-Steuer? – in Sekunden beantwortet. PilotOS-Rechner kann das – plus Fahrzeugkosten inklusive Versicherung und AfA im Überblick.
Wer Hubraum und CO₂-Ausstoß vor dem Autokauf nicht gegenrechnet, unterschätzt die jährliche Kfz-Steuer schnell um 100 bis 300 € – besonders bei Dieseln mit hohem Hubraum oder Verbrennern mit hohem CO₂-Wert.
Trag Hubraum, Kraftstoffart und CO₂-Ausstoß deines Pkw ein – du bekommst sofort die exakte Jahressteuer, inklusive Hinweis zur E-Auto-Befreiung. Ohne Anmeldung, direkt im Browser.
Für Pkw mit Erstzulassung ab Juli 2009: Hubraum-Anteil (Benzin 2,00 €, Diesel 9,50 € je angefangene 100 cm³) plus CO₂-Anteil (Freibetrag 95 g/km, darüber gestaffelt 2,00–4,20 € je g/km). Reine E-Fahrzeuge sind bei Erstzulassung bis Ende 2025 zehn Jahre, längstens bis 2030, steuerbefreit.
Alle hier verwendeten Rechtswerte mit Gültigkeit, Norm und Prüfdatum stehen offen im Register – Stand der Rechtswerte.
ButlerIn einfachen Worten – was rechne ich hier?
Die Kfz-Steuer für moderne Autos setzt sich aus zwei Teilen zusammen: einem Teil für den Hubraum (Diesel deutlich teurer als Benziner) und einem Teil für den CO2-Ausstoß. Je mehr das Auto ausstößt, desto höher der Aufschlag – Elektroautos sind vorerst ganz befreit.
Das gibst du ein:
- Hubraum in Kubikzentimetern (steht im Fahrzeugschein, Feld P.1).
- CO2-Ausstoß in g/km (Feld V.7).
- Antriebsart: Benzin, Diesel oder Elektro.
Butler-Tipp: Diesel haben eine niedrigere Steuer pro Liter Kraftstoff, aber eine viel höhere Kfz-Steuer – das lohnt erst ab hoher Fahrleistung. Rechne beim Autokauf beide Kosten zusammen.
Fahrzeugkosten vollständig erfassen
Behalte alle Fahrzeugkosten auf einen Blick: Der Inventar- und Fahrzeugpilot in PilotOS führt Kfz-Steuer, Versicherung, AfA und Wert je Fahrzeug – privat wie betrieblich, lokal, ohne Cloud.
Woraus sich die Kfz-Steuer zusammensetzt
Bei Pkw mit Verbrennungsmotor setzt sich die Kfz-Steuer aus zwei Teilen zusammen: einem Hubraumanteil – je angefangene 100 cm³ ein fester Betrag, für Diesel höher als für Benziner – und einem CO2-Anteil, der oberhalb eines Schwellenwerts je Gramm CO2 pro Kilometer gestaffelt ansteigt. Je höher der Ausstoß, desto stärker schlägt der CO2-Teil zu Buche.
Kurz gesagt: Der Hubraum-Anteil ist dein Hubraum, aufgerundet auf volle 100 cm³, mal dem Satz je 100 cm³ (2,00 € Benzin, 9,50 € Diesel). Für den CO2-Anteil zählt nur der Überschuss über dem Freibetrag von 95 g/km; dieser Überschuss wird in sechs Stufen zu je 20 g/km mit steigenden Sätzen von 2,00 bis 4,20 € je Gramm bepreist. Die Jahressteuer ist die Summe aus Hubraum-Anteil und CO2-Anteil, jeweils auf volle Euro gerundet.
Rechenbeispiel 1: Ein Benziner mit 1.600 cm³ Hubraum und 120 g/km CO2-Ausstoß zahlt einen Hubraum-Anteil von 16 × 2,00 € = 32,00 €. Beim CO2-Anteil zählen nur die 25 g/km oberhalb des Freibetrags von 95 g/km: die ersten 20 g/km mit 2,00 €, die restlichen 5 g/km mit 2,20 € – macht 40,00 + 11,00 = 51,00 €. Zusammen ergibt das rund 83 € Kfz-Steuer im Jahr. Ein vergleichbarer Diesel mit gleichem Hubraum zahlt allein beim Hubraum-Anteil 16 × 9,50 € = 152,00 € – deutlich mehr als der Benziner.
Rechenbeispiel 2 (Randfall): Ein sparsamer Kleinwagen mit 999 cm³ Hubraum und nur 88 g/km CO2-Ausstoß bleibt unter dem Freibetrag von 95 g/km – der CO2-Anteil beträgt exakt 0 €. Es fällt nur der Hubraum-Anteil an: 10 × 2,00 € = 20,00 € im Jahr. Am anderen Ende der Skala steht ein Diesel-SUV mit 2.998 cm³ Hubraum und 210 g/km: Hubraum-Anteil 30 × 9,50 € = 285,00 €, CO2-Anteil über sechs Stufen gerechnet rund 323,00 € – zusammen etwa 608 € im Jahr, mehr als das Dreißigfache des sparsamen Kleinwagens.
Die gestaffelte CO2-Formel steigt in sechs Stufen von 2,00 € bis 4,20 € je Gramm CO2 oberhalb von 95 g/km: Für die ersten 20 g/km über dem Freibetrag gelten 2,00 €, für die nächsten 20 g/km 2,20 €, danach 2,50 €, 2,90 €, 3,40 € und ab der sechsten Stufe 4,20 € je Gramm. Dadurch wird ein sparsamerer Motor überproportional belohnt, während besonders emissionsstarke Fahrzeuge deutlich stärker belastet werden.
Elektroautos und Betriebsfahrzeuge
Reine Elektro-Pkw sind bei Erstzulassung innerhalb des begünstigten Zeitraums befristet von der Kfz-Steuer befreit – ein spürbarer Kostenvorteil über mehrere Jahre. Für Betriebe zählt die Kfz-Steuer zu den Fahrzeugkosten und ist als Betriebsausgabe abziehbar.
PilotOS führt Fahrzeugkosten inklusive Kfz-Steuer je Fahrzeug und ordnet sie der Buchhaltung zu. Der Rechner ist die schnelle Vorabschätzung, die laufende Erfassung übernimmt das Programm.
Häufige Fehler bei der Kfz-Steuer-Schätzung
1. Hubraum nicht aufgerundet: Die Steuer wird immer auf volle 100 cm³ aufgerundet. Wer bei 1.598 cm³ mit „16 mal Satz" statt „aufgerundet auf 1.600" rechnet, kommt zufällig auf dasselbe Ergebnis – bei krummeren Werten wie 1.550 cm³ (aufgerundet 1.600) entsteht sonst schnell ein Fehler von einer vollen 100er-Stufe.
2. Freibetrag beim CO2-Wert vergessen: Die ersten 95 g/km CO2 bleiben steuerfrei. Wer den kompletten CO2-Wert statt nur des Überschusses in die gestaffelte Formel einsetzt, überschätzt die Steuer teils um mehrere Hundert Euro im Jahr.
3. WLTP- und NEFZ-Werte verwechselt: Im Fahrzeugschein steht meist der WLTP-Wert (Feld V.7), der realistischer, aber oft höher ist als ältere NEFZ-Angaben aus Prospekten. Für die Steuer zählt der im Fahrzeugschein eingetragene Wert, nicht der Prospektwert.
4. Erstzulassung vor Juli 2009 übersehen: Für ältere Fahrzeuge gilt eine reine Hubraumbesteuerung ohne CO2-Komponente, mit anderen Sätzen. Wer ein älteres Fahrzeug nach der neuen Formel schätzt, liegt oft deutlich daneben.
5. E-Auto-Befreiung als dauerhaft angenommen: Die Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge ist zeitlich befristet (Erstzulassung bis Ende 2025, Befreiung längstens bis 2030). Danach greift eine reduzierte Besteuerung nach Gewicht – wer das bei der langfristigen Kostenplanung ignoriert, kalkuliert zu optimistisch.
Gut zu wissen
Wie berechnet sich die Kfz-Steuer?
Aus einem Hubraumanteil je angefangene 100 cm³ (2,00 € Benzin, 9,50 € Diesel) plus einem CO2-Anteil, der oberhalb des Freibetrags von 95 g/km in sechs Stufen von 2,00 bis 4,20 € je Gramm gestaffelt ist. Beide Anteile werden addiert und ergeben die Jahressteuer.
Stand
Warum zahlen Diesel deutlich mehr?
Der Hubraumsatz je 100 cm³ liegt bei Diesel-Pkw mit 9,50 € fast fünfmal so hoch wie bei Benzinern mit 2,00 €. Bei größeren Motoren summiert sich das schnell auf über 100 € Unterschied im Jahr.
Stand
Wie wirkt sich der CO2-Wert aus?
Bis 95 g/km fällt keine CO2-Steuer an. Darüber steigt der Satz je Gramm in sechs Stufen von 2,00 € bis 4,20 €, sodass besonders emissionsstarke Fahrzeuge überproportional stärker belastet werden.
Stand
Sind E-Autos steuerfrei?
Reine Elektro-Pkw mit Erstzulassung bis Ende 2025 sind Stand 2026 zehn Jahre lang, längstens bis 31.12.2030, von der Kfz-Steuer befreit. Danach greift eine deutlich niedrigere, gewichtsbasierte Besteuerung.
Stand
Ist die Kfz-Steuer für Betriebe absetzbar?
Ja, für betrieblich genutzte Fahrzeuge zählt die Kfz-Steuer als Betriebsausgabe und mindert den Gewinn. Bei gemischter Nutzung ist der betriebliche Anteil maßgeblich.
Stand
Führt PilotOS die Fahrzeugkosten mit?
Ja, PilotOS erfasst Kfz-Steuer, Versicherung und AfA je Fahrzeug und ordnet sie automatisch der laufenden Buchhaltung zu – lokal auf deinem Rechner, ohne manuelle Doppelerfassung.
Stand
Wie wird bei angefangenen 100 cm³ gerundet?
Es wird immer aufgerundet: Aus 1.550 cm³ werden für die Berechnung 1.600 cm³, aus 1.601 cm³ bereits 1.700 cm³. Selbst ein Kubikzentimeter über der Schwelle kostet damit eine volle Stufe extra.
Stand
Gilt der CO2-Freibetrag für alle Fahrzeuge gleich?
Ja, der Freibetrag von 95 g/km gilt einheitlich für Pkw mit Erstzulassung ab Juli 2009. Für ältere Fahrzeuge gilt eine reine Hubraumbesteuerung ohne CO2-Anteil.
Stand
Was gilt für Wohnmobile und Motorräder?
Für sie gelten eigene, meist gewichts- bzw. hubraumbasierte Berechnungsformeln mit anderen Sätzen. Dieser Rechner bildet ausschließlich die Pkw-Besteuerung ab.
Stand
Mit deinen echten Zahlen weiterrechnen
Dieser Rechner arbeitet mit den Annahmen, die du eingetippt hast. PilotOS rechnet dieselbe Formel über deine tatsächlichen Buchungen – lokal auf deinem Rechner, ohne dass eine Zahl das Haus verlässt.
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