Lohn & Sozial

Krankengeldrechner 2026

Wie viel Krankengeld bekommst du wirklich? In Sekunden beantwortet – kostenlos, ohne Anmeldung, mit den aktuellen 2026er-Werten.

Nach sechs Wochen Lohnfortzahlung sinkt dein Einkommen spürbar: Die Krankenkasse zahlt nur einen Teil deines gewohnten Nettos – oft mehrere hundert Euro weniger im Monat, als viele erwarten.

Dieser Rechner zeigt dein Krankengeld für 2026 auf einen Blick – 70 % des Bruttos, höchstens 90 % des Nettos, gedeckelt auf ca. 135,63 € pro Tag – inklusive Sozialabgaben-Abzug und Antragsweg.

Krankengeld/Tag (brutto)
Krankengeld/Monat (brutto)
Auszahlung/Monat (nach SV)

 

Krankengeld = 70 % des beitragspflichtigen Bruttoentgelts, höchstens 90 % des Nettoentgelts, gedeckelt auf den Höchstbetrag von 135,63 €/Tag (2026). Davon gehen noch die Arbeitnehmeranteile zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung ab (Näherung). Krankengeld gibt es ab der 7. Krankheitswoche.

Alle hier verwendeten Rechtswerte mit Gültigkeit, Norm und Prüfdatum stehen offen im Register – Stand der Rechtswerte.

ButlerIn einfachen Worten – was rechne ich hier?

Bist du länger als sechs Wochen am Stück krank, zahlt dir dein Arbeitgeber kein Gehalt mehr – dann springt die Krankenkasse mit Krankengeld ein. Es ersetzt einen Großteil, aber eben nicht dein komplettes Nettogehalt.

Das gibst du ein:

  • Bruttoentgelt: dein regelmäßiges Monatsbrutto.
  • Nettoentgelt: dein übliches Monatsnetto (begrenzt die Höhe auf 90 Prozent).
  • Pflegeversicherung: Kinderlose zahlen einen kleinen Zuschlag, der das Krankengeld leicht mindert.

Butler-Tipp: Krankengeld selbst ist steuerfrei, zählt aber über den Progressionsvorbehalt bei der Steuererklärung mit – das kann deinen Steuersatz aufs übrige Einkommen erhöhen. Denk bei längerer Krankheit daran.

Auf einen Blick

AntragswegSo bekommst du die Leistung

Zuständig: Deine gesetzliche Krankenkasse

  1. Lass dir vom Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ausstellen – lückenlos, auch bei Folgekrankschreibungen.
  2. Die AU wird heute meist elektronisch (eAU) an die Krankenkasse übermittelt; prüfe im Zweifel nach.
  3. Ab der 7. Woche zahlt die Krankenkasse Krankengeld – sie meldet sich in der Regel und schickt einen Auszahlungsschein/Fragebogen.
  4. Reiche angeforderte Unterlagen zügig ein, damit die Zahlung nicht stockt.

Wichtig: Für den lückenlosen Anspruch muss die Folge-AU spätestens am nächsten Werktag nach Ablauf der vorigen ausgestellt werden.

Einnahmen bei Krankheit im Blick

Der Haushalts- und Lebenslagen-Pilot in PilotOS zeigt dir, wie sich ein Einkommensausfall konkret auf dein Budget auswirkt – lokal, ohne Cloud.

Erklärt

Krankengeld nach der Lohnfortzahlung

Bist du länger krank, zahlt dir dein Arbeitgeber zunächst bis zu sechs Wochen Lohnfortzahlung. Danach übernimmt die gesetzliche Krankenkasse mit Krankengeld: 70 % deines Bruttoverdienstes, höchstens jedoch 90 % deines Nettoverdienstes und begrenzt durch die Beitragsbemessungsgrenze. Vom Krankengeld gehen noch Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung ab, sodass am Ende etwas weniger ankommt.

So läuft die Berechnung Schritt für Schritt:

  1. Regelentgelt begrenzen: Bruttoentgelt wird auf die Beitragsbemessungsgrenze (aktuell ca. 5.812,50 €/Monat) gedeckelt.
  2. Drei Werte vergleichen: 70 % des Regelentgelts pro Tag, 90 % des Nettoentgelts pro Tag und der gesetzliche Höchstbetrag (ca. 135,63 €/Tag) – maßgeblich ist immer der niedrigste Wert.
  3. Monatsbetrag hochrechnen: Krankengeld pro Tag × 30 = Krankengeld pro Monat (brutto).
  4. Sozialabgaben abziehen: vom Bruttokrankengeld gehen noch ca. 9,3 % Rentenversicherung, 1,3 % Arbeitslosenversicherung und 1,8 % (kinderlos: 2,4 %) Pflegeversicherung ab.

Beispiel 1 – mittleres Einkommen: Bei 3.500 € Brutto und 2.300 € Netto (mit Kind) ist die 90-%-Netto-Grenze der bindende Faktor: 90 % von 2.300 € / 30 Tage = 69 €/Tag. Das ergibt 2.070 € Krankengeld brutto im Monat, nach Abzug von rund 12,4 % Sozialabgaben bleiben etwa 1.813 € Auszahlung.

Beispiel 2 – Randfall Höchstverdiener: Bei 8.000 € Brutto, 4.600 € Netto, kinderlos wird das Brutto zunächst auf die Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 € gedeckelt. Sowohl die 70-%-Regel als auch der gesetzliche Höchstbetrag treffen sich hier bei rund 135,63 €/Tag bzw. ca. 4.069 €/Monat – mehr Krankengeld gibt es unabhängig vom tatsächlichen Verdienst nicht. Nach Abzug von 13,0 % Sozialabgaben (Zuschlag für Kinderlose) bleiben rund 3.540 €. Dieser Randfall zeigt, dass ab einem bestimmten Einkommen jeder weitere Euro Gehalt das Krankengeld nicht mehr erhöht.

Der Rechner schätzt aus deinem Brutto- und Nettoverdienst die Höhe deines Krankengelds – in Sekunden. Das hilft, die finanzielle Lage bei längerer Krankheit realistisch einzuschätzen, statt sich beim ersten Blick aufs Konto zu wundern.

In der Praxis

Dauer und Absicherung der Lücke

Krankengeld wird wegen derselben Krankheit für längstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren gezahlt, abzüglich der Zeiten der Lohnfortzahlung. Weil es unter deinem bisherigen Netto liegt, entsteht eine Lücke von oft 10–25 %, die manche über eine private Krankentagegeldversicherung absichern.

PilotOS betrachtet solche Einkommensrisiken im Versicherungs- und Vorsorgebereich, sodass eine mögliche Lücke im Krankheitsfall frühzeitig sichtbar wird. Der Rechner liefert dir die schnelle Einschätzung für deine aktuelle Situation.

Stolperfallen

Häufige Fehler bei der Krankengeld-Berechnung

1. Nur mit dem Brutto gerechnet. Wer nur die 70-%-Bruttoregel ansetzt und die 90-%-Nettogrenze ignoriert, überschätzt sein Krankengeld häufig um mehrere Euro pro Tag – bei 30 Tagen schnell 100–200 € im Monat.

2. Beitragsbemessungsgrenze übersehen. Wer über der aktuellen Grenze von ca. 5.812,50 €/Monat verdient, bekommt trotzdem nicht mehr Krankengeld – jeder Euro darüber zählt für die Berechnung nicht mit.

3. Lücke zwischen Lohnfortzahlung und Krankengeld übersehen. Endet die Entgeltfortzahlung mitten im Monat, muss die eAU lückenlos vorliegen, sonst entsteht eine echte Zahlungslücke von mehreren Tagen ohne jedes Einkommen.

4. Pflegeversicherungs-Zuschlag für Kinderlose vergessen. Kinderlose zahlen einen um 0,6 Prozentpunkte höheren Pflegeversicherungsbeitrag, der die Auszahlung um einige Euro im Monat mindert, aber oft übersehen wird.

5. Steuererklärung wegen Progressionsvorbehalt vergessen. Krankengeld ist steuerfrei, muss aber in der Steuererklärung angegeben werden und erhöht über den Progressionsvorbehalt den Steuersatz aufs übrige Einkommen – das führt bei längerer Krankschreibung oft zu einer Nachzahlung.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Ab wann bekomme ich Krankengeld?

Nach der bis zu sechswöchigen Lohnfortzahlung durch deinen Arbeitgeber, also in der Regel ab der siebten Woche derselben Krankheit. Den genauen Zahltag-Rhythmus legt deine Krankenkasse fest.

Stand 

Wie viel Krankengeld bekomme ich?

70 % deines Brutto, höchstens 90 % deines Netto, begrenzt durch die Beitragsbemessungsgrenze und den gesetzlichen Höchstbetrag von aktuell ca. 135,63 €/Tag (Stand 2026).

Stand 

Werden von meinem Krankengeld Beiträge abgezogen?

Ja, zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung, zusammen meist 12–13 % des Bruttokrankengelds, je nachdem ob ein Kinderlosenzuschlag anfällt. Keine Beiträge fallen zur Kranken- und Sozialversicherung selbst an.

Stand 

Wie lange bekomme ich Krankengeld?

Für dieselbe Krankheit längstens 78 Wochen in drei Jahren, abzüglich der Wochen mit Lohnfortzahlung. Bei einer neuen, unabhängigen Krankheit kann dein Anspruch erneut beginnen.

Stand 

Entsteht bei mir eine Einkommenslücke?

Ja, da das Krankengeld unter deinem bisherigen Netto liegt und zusätzlich Sozialabgaben abgezogen werden. Je höher dein ursprüngliches Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze lag, desto größer die prozentuale Lücke.

Stand 

Kann ich die Krankengeld-Lücke absichern?

Ja, etwa über eine private Krankentagegeldversicherung, die die Differenz zu deinem bisherigen Netto teilweise oder ganz ausgleicht. PilotOS zeigt das Risiko im Vorsorgebereich anhand deiner eigenen Zahlen.

Stand 

Was ist die Beitragsbemessungsgrenze?

Die Obergrenze des Einkommens, bis zu der Sozialversicherungsbeiträge und Krankengeld berechnet werden, aktuell ca. 5.812,50 €/Monat (Stand 2026). Einkommen darüber bleibt bei der Berechnung unberücksichtigt.

Stand 

Gilt der Rechner auch für Selbständige?

Nur eingeschränkt: Freiwillig versicherte Selbständige mit Wahltarif erhalten Krankengeld nach anderen Regeln, oft auf Basis des zuletzt gemeldeten Einkommens statt der 70-/90-%-Formel.

Stand 

Und jetzt?

Mit deinen echten Zahlen weiterrechnen

Dieser Rechner arbeitet mit den Annahmen, die du eingetippt hast. PilotOS rechnet dieselbe Formel über deine tatsächlichen Buchungen – lokal auf deinem Rechner, ohne dass eine Zahl das Haus verlässt.

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PilotOS Butler