Alternative zu sevdesk – ohne Cloud, ohne Abo-Zwang. Derselbe Zweck, andere Bauform: lokal statt SaaS, Einmalkauf statt Miete.
sevdesk ist eine gute Cloud-Buchhaltung. Wenn du sie suchst, bist du dort richtig. Diese Seite ist für die, die Buchhaltung wollen, aber ihre Daten nicht aus der Hand geben.
Der Unterschied in drei Punkten
Wo die Daten liegen. sevdesk arbeitet in der Cloud: deine Buchungen liegen auf Servern des Anbieters, du greifst über den Browser zu. PilotOS arbeitet auf deinem Rechner in einer SQLite-Datei – es gibt keinen Anbieter-Server, auf dem deine Bücher liegen.
Wie du zahlst. sevdesk ist ein Abo, gestaffelt nach Paket und Nutzern. Bei PilotOS gibt es einen dauerhaft kostenlosen Tarif, ein Abo – und die Möglichkeit, die Software einmal zu kaufen. Nach dem Kauf läuft sie weiter, auch ohne Zahlung.
Was bei einer Kündigung passiert. Bei einem Abo endet der Zugang. Bei PilotOS hängt der Export nicht am Bezahlstatus: Die Datenbank ist eine Datei, und die vollständige Sicherung läuft auch nach dem Ende einer Lizenz.
Was sevdesk besser macht – ehrlich gesagt
Eine Vergleichsseite, die nur gewinnt, ist keine Vergleichsseite. Diese Dinge machen die anderen besser:
- Mobile App. sevdesk hat eine ausgereifte App für Belege und Rechnungen unterwegs. PilotOS hat eine mobile Erfassung, die sich über das eigene WLAN mit dem Rechner koppelt – das ist weniger komfortabel.
- Bankanbindung. Cloud-Anbieter holen Umsätze über eine PSD2-Lizenz automatisch. PilotOS nutzt FinTS mit deinen eigenen Zugangsdaten oder den Import von Auszügen.
- Team und Gleichzeitigkeit. Mehrere Personen arbeiten bei einer Cloud-Lösung gleichzeitig am selben Stand. Lokal heißt: ein Rechner, ein Datenbestand.
- Onboarding. Wer keine Zeit hat, sich mit Installation zu beschäftigen, ist mit einer Weboberfläche schneller startklar.
- Größe des Anbieters. Mehr Kunden bedeuten mehr Vorlagen, mehr Integrationen und eine breitere Dokumentation.
Der Wechsel
Der Umzug läuft über den Export, nicht über eine Schnittstelle: Konten, Buchungen und Stammdaten als DATEV-Datei oder CSV, dann in PilotOS importieren. Was dabei Arbeit macht, ist nicht der Import, sondern die Entscheidung, was aus dem alten System mitkommen soll – und das ist bei jedem Betrieb anders.
Für wen der Wechsel nicht passt
Wer mehrere Mitarbeiter gleichzeitig buchen lässt, wer eine App mit Foto-Upload aus dem Zug braucht und wer keine Lust auf Installation und Sicherung hat, bleibt besser in der Cloud. Local-first ist kein Fortschritt an sich – es ist eine andere Abwägung: mehr Kontrolle, mehr eigene Verantwortung.
Häufige Fragen zum Wechsel
Komme ich an meine Daten, wenn ich kündige?
Ja. Die Datenbank ist eine Datei auf deinem Rechner, und der vollständige Export hängt nicht am Bezahlstatus. Das ist der Unterschied zu einem Abo, das den Zugang sperrt.
Wie lange dauert die Umstellung?
Der Import selbst ist schnell. Die Arbeit liegt davor: entscheiden, welche Konten und Stammdaten weitergeführt werden, und die laufende Periode sauber trennen. Ein Jahr Buchhaltung umzuziehen ist ein Nachmittag bis ein Tag, je nach Belegmenge.
Bekomme ich meine Zahlen in die Kanzlei?
Ja, als DATEV-Datei (EXTF). Die Kanzlei arbeitet in ihrer eigenen Umgebung weiter, ohne Lizenz und ohne Zugriff auf deinen Rechner.
Was ein Wechsel wirklich kostet
Selten ist der Preis der Grund. Meistens ist es die Sorge, beim Wechsel Daten zu verlieren oder die laufende Periode zu zerreißen. Beides lässt sich beantworten: Der Export aus der Cloud-Lösung ist ein Standardformat, der Import ein Vorgang von Minuten. Was bleibt, ist die Entscheidung über den Stichtag – und die sollte am Periodenende liegen, nicht mittendrin.
Die zweite Sorge ist der Support. Wer bisher einen Ansprechpartner im Chat hatte, tauscht das gegen E-Mail und eine Dokumentation. Das ist ein echter Verlust, und er lässt sich nicht wegdiskutieren: Ein kleines Haus antwortet langsamer als eine Firma mit Support-Team.
Wer beides gegeneinander abwägt, kommt zu einer einfachen Frage: Ist meine Buchhaltung ein Vorgang, den ich auslagern will – oder einer, den ich selbst führen will? Die Antwort darauf entscheidet den Anbieter, nicht der Funktionsvergleich.