Ihre Kosten sind gestiegen. Ihr Preis nicht.
−36 % Deckungsbeitrag in sieben Jahren – bei unverändertem Verkaufspreis.
Rechnen Sie in drei Minuten nach, was jeder unveränderte Preis kostet – und wie viel mehr Sie verkaufen müssten, um das aufzufangen.
Für Handel, Handwerk, Gastronomie und Dienstleistung. Ohne Anmeldung, ohne Speicherung Ihrer Zahlen.
Kosten, Preis und Menge
Voreingestellt ist ein Beispiel: sieben Jahre gleicher Verkaufspreis. Überschreiben Sie die Felder mit Ihren Zahlen – das Ergebnis rechnet sofort mit.
Ein Weihnachtsmarkt ist das beste Beispiel: zweiundzwanzig Tage, je zehn Stunden offen – aber nur sechs davon kommen Kunden. Die Fixkosten laufen in allen Stunden, der Umsatz entsteht in den besuchten.
Kostenstellen – Vorschlag nach Branche
Wählen Sie Ihre Branche: die Kostenstellen werden vorgeschlagen und bleiben in allen drei Spalten änderbar. Links steht, was Sie geplant haben (Vorkalkulation), rechts, was tatsächlich anfiel (Nachkalkulation). Die Lücke dazwischen ist die Abweichung.
| Kostenstelle | Vorkalkulation € | Nachkalkulation € | |
|---|---|---|---|
| Summe je Periode | – | – |
–
Warengruppen – wer trägt den Betrieb?
Tragen Sie Ihre Warengruppen mit Umsatz- und Flächenanteil ein. Aus dem Umsatzanteil entsteht der Erlös der Gruppe, aus dem Flächenanteil ihr Anteil an den Fixkosten. Die Einheit ist eine Auswahlliste, die sich durch Tippen erweitern lässt.
| Warengruppe | Einheit | Anteil Umsatz | Anteil Fläche | Erlös | Fixkosten |
|---|
–
Was soll am Ende herauskommen?
Zwei Ziele, die sich gegenseitig im Weg stehen können: ein Unternehmerlohn und eine Netto-Marge. Der Rechner zeigt, welcher Preis beide gleichzeitig erfüllt und welche Seite dabei den Ausschlag gibt.
Der Marktpreis ist eine Eingabe, keine Behauptung: tragen Sie ein, was ein vergleichbarer Anbieter kostet, und der Rechner zeigt den Abstand. Woher die Zahl stammt, steht in der Preisübersicht.
Was ein Preisnachlass verlangt
| Nachlass | nötige Mehrmenge | bei {menge} Einheiten |
|---|
Warum der Preis stehen bleibt und die Marge nicht
Es ist kein Rechenfehler. Es ist eine Entscheidung, die jedes Jahr wieder getroffen wird – meist stillschweigend. Der Einkauf steigt, das Standgeld steigt um fünf Prozent, die Unterkunft von 800 auf 1.200 Euro, der Mindestlohn von 9,19 auf 13,90 Euro. Und der Verkaufspreis? Bleibt, weil man Kunden nicht verprellen will.
Was das kostet, sieht man erst, wenn man die Arbeitszeit mitrechnet. Ein Artikel, der früher im Einkauf 3,50 Euro kostete und heute 4,75 Euro, bei unverändert 19,00 Euro Verkaufspreis: Auf den ersten Blick ein Problem von 1,25 Euro. Rechnet man 20 Minuten Arbeit hinzu, ist der Deckungsbeitrag von 8,76 auf 5,61 Euro gefallen – um 36 Prozent. Ohne Lohn hätte die Rechnung eine Verharmlosung um mehr als das Doppelte ergeben.
Drei Zahlen, die zusammengehören
Die Marge allein sagt nichts. Erst mit dem Deckungsbeitrag weiß man, was eine Einheit zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Erst mit den Fixkosten weiß man, wie viele Einheiten nötig sind, bevor der Betrieb sich trägt. Und erst mit der Kapazitätsgrenze weiß man, ob diese Menge überhaupt erreichbar ist.
Im Beispiel: 5.187 Euro Fixkosten pro Saison, 5,61 Euro Deckungsbeitrag je Stück – das sind 925 Stück, ehe der erste Euro verdient ist. Bei 1.200 verkauften Stück bleiben nach Fixkosten 1,29 Euro je Stück. Für 400 Arbeitsstunden (zwanzig Minuten je Stück) ergibt das einen Unternehmerlohn von 3,86 Euro pro Stunde. Wer mit fünfzehn Minuten je Stück rechnet, kommt auf 300 Stunden und 5,15 Euro – die Stundenzahl hängt an der Arbeitszeit, nicht am Umsatz. Das ist die Zahl, die über den Standort entscheidet – nicht die Marge.
Was ein Preisnachlass wirklich kostet
Ein Rabatt von zehn Prozent klingt nach einem Zehntel weniger. Er ist deutlich mehr. Bei 35 Prozent Marge müssen Sie 40 Prozent mehr verkaufen, um denselben Betrag zu erlösen. Bei 20 Prozent Marge verdoppelt sich die nötige Menge. Wer das nicht nachrechnet, verkauft mehr und verdient weniger – ein Effekt, der sich über eine Saison summiert und im Jahresabschluss als schlechtes Jahr erscheint, ohne erkennbare Ursache.
Die Kosten, die niemand einträgt
Material und Lohn stehen in jeder Kalkulation. Was fehlt, sind Anfahrt, Miete, Energie, Maschinenpark, Werkzeuge, Versicherung – und die Abschreibung. Eine Maschine für 40.000 Euro, die acht Jahre hält, kostet 5.000 Euro im Jahr, ob sie läuft oder nicht. Dieses Geld muss während des Jahres verdient werden, nicht am Ende.
Deshalb fragt dieser Rechner in vier Schritten: Kosten je Einheit, Kostenstellen der Periode – nach Branche vorgeschlagen und mit Vor- und Nachkalkulation –, Warengruppen mit Umsatz- und Flächenanteil und zuletzt die Zielgröße, also Unternehmerlohn oder Marge. Aus den zeitbezogenen Fixkosten entsteht dabei der Satz, den Handwerksbetriebe am seltensten kennen: Fixkosten je produktiver Stunde. Bei 180.000 Euro Fixkosten und 1.400 produktiven Stunden sind das 128,57 Euro – in jeder Arbeitsstunde, bevor Material und Lohn beginnen.
Für wen das gedacht ist
Für den Imbiss, der wissen will, ab welcher Portion der Tag sich trägt. Für den Foodtruck, der 83 Portionen verkaufen muss, bevor die Platzgebühr bezahlt ist. Für den Juwelier, dessen Marge bei steigendem Einkauf von 52 auf 47 Prozent fällt. Für die Boutique, den Maurerbetrieb, den Fensterbauer. Der Rechenkern ist bei allen gleich – es unterscheidet sich nur, was als Einheit zählt: Stück, Auftrag, Stunde oder Portion.
Was Sie hier nicht bekommen: keine Prognose und keine Empfehlung, was Sie verlangen sollen. Der Rechner zeigt, was Ihre Zahlen hergeben und was jede Entscheidung kostet. Die Entscheidung bleibt Ihre – sie hängt an Kunden, Wettbewerb und Standort, und das weiß niemand besser als Sie.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Marge und Deckungsbeitrag?
Der Deckungsbeitrag ist der Betrag in Euro, den eine Einheit nach Abzug der variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Die Marge ist dasselbe als Prozentsatz des Preises. Für die Frage, ob sich der Betrieb trägt, zählt der Betrag – nicht der Prozentsatz.
Wie viel mehr muss ich verkaufen, wenn ich den Preis senke?
Bei 35 Prozent Marge verlangt ein Preisnachlass von 10 Prozent rund 40 Prozent mehr Absatz. Bei 20 Prozent Marge verdoppelt sich die nötige Menge. Die Tabelle oben rechnet es für Ihre Zahlen aus.
Warum muss die Arbeitszeit in die Stückkosten?
Weil sie pro Stück anfällt und mit dem Mindestlohn steigt. Wer sie in die Fixkosten schiebt, rechnet die Marge zu hoch – und merkt den Rückgang erst im Jahresabschluss.
Woher kommen die Mindestlohnwerte?
Aus dem offenen Rechtswerte-Register von PilotOS, mit Rechtsgrundlage und Prüfdatum: Rechtswerte-Stand. Die Werte im Rechner sind voreingestellt und überschreibbar.
Ihre Zahlen, jeden Monat neu
Der Rechner hier fragt alles ab. Im Programm liest das Kalkulationsmodul dieselben Zahlen aus Ihrer Buchhaltung – Material aus den Kreditoren, Löhne aus der Lohnbuchhaltung, Fixkosten aus den Aufwandskonten, Absatz aus dem Journal – und rechnet bei jeder Buchung mit.
Kostenlos registrieren Preise ansehen
Passend dazu: alle Rechner · Glossar · Break-even · Was wir belegen können