Ab welcher Menge
verdienst du wirklich?
„Es läuft gut“ ist keine Zahl. Die Gewinnschwelle ist eine. Dieser Rechner zeigt dir, ab welcher Menge und welchem Umsatz deine Fixkosten gedeckt sind – und wie viel Luft zwischen deiner Planung und diesem Punkt liegt.
Kurz gesagt: Der Deckungsbeitrag je Einheit ist der Nettopreis abzüglich der variablen Kosten. Die Break-even-Menge ist Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag je Einheit, der Break-even-Umsatz ist Fixkosten ÷ Deckungsbeitragsquote. Die Sicherheitsstrecke gibt an, um wie viel Prozent die Planmenge einbrechen darf, bevor die Gewinnschwelle unterschritten wird – unter 20 % gilt ein Betrieb als nicht gegen einen einzelnen Auftragsausfall abgesichert. Wichtig und häufig vergessen: Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften gehört der eigene Unternehmerlohn samt Steuerrücklage in die Fixkosten, sonst rechnet man eine Schwelle aus, bei der man selbst nichts verdient. Ist der Deckungsbeitrag negativ, vergrößert jeder zusätzliche Auftrag den Verlust – dann hilft kein Umsatz, sondern nur ein höherer Preis oder niedrigere variable Kosten. Stand: 06.09.2026.
Deckungsbeitrag = Nettopreis minus variable Kosten je Einheit. Die Break-even-Menge ist der Punkt, ab dem die Fixkosten gedeckt sind: Fixkosten geteilt durch den Deckungsbeitrag je Einheit. Alles darunter ist Verlust – unabhängig davon, wie voll der Auftragskalender aussieht. Die Sicherheitsstrecke zeigt, um wie viel Prozent die Planmenge einbrechen darf, bevor es kritisch wird.
Alle hier verwendeten Rechtswerte mit Gültigkeit, Norm und Prüfdatum stehen offen im Register – Stand der Rechtswerte.
Break-even berechnen: ab welchem Umsatz du Geld verdienst
Die Gewinnschwelle ist die einzige Zahl, die eine Auslastungsdiskussion beendet. Solange sie nicht bekannt ist, wird über Gefühle geredet: „Es läuft gut“, „wir haben viel zu tun“, „der Dezember reißt es raus“. Der Break-even ersetzt das durch eine Menge und einen Umsatz.
Die Formel
Deckungsbeitrag je Einheit = Nettopreis − variable Kosten je Einheit. Variable Kosten sind die, die nur anfallen, wenn produziert oder geleistet wird: Material, Fremdleistung, Versand, Verpackung, Provision. Break-even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag je Einheit. Fixkosten laufen unabhängig davon weiter: Miete, Versicherungen, Leasing, Gehalt, Buchhaltung, Software.
Der häufigste Fehler
Der eigene Unternehmerlohn wird bei den Fixkosten vergessen. Wer als Einzelunternehmer 42.000 € Fixkosten ansetzt, ohne das zu berücksichtigen, wovon er lebt, rechnet eine Gewinnschwelle aus, bei der er null verdient. Die ehrliche Rechnung enthält den Betrag, den du privat brauchst, plus die Steuerrücklage darauf.
Wenn der Deckungsbeitrag negativ ist
Dann vergrößert jeder zusätzliche Auftrag den Verlust. Das klingt absurd, kommt aber regelmäßig vor – bei Handelsware mit Rabattstaffeln, bei Aufträgen mit unterkalkulierter Anfahrt, bei Marktplätzen mit Provision plus Versand plus Retourenquote. Mehr Umsatz hilft dann nicht. Nur ein höherer Preis oder niedrigere variable Kosten.
Break-even-Rechner – Fragen und Antworten
Was ist der Break-even-Point?
Der Punkt, an dem die Summe der Deckungsbeiträge die Fixkosten genau deckt — Umsatz und Gesamtkosten sind gleich, das Betriebsergebnis ist null. Jede Einheit darüber erwirtschaftet Gewinn in Höhe des Deckungsbeitrags, jede darunter Verlust.
Stand
Wie unterscheide ich fixe von variablen Kosten?
Die Frage lautet: Fällt diese Kostenposition auch an, wenn ich diesen Monat nichts verkaufe? Miete, Versicherungen, Leasing, Gehälter, Buchhaltung und Software fallen an — das sind Fixkosten. Material, Fremdleistung, Versand, Verpackung und umsatzabhängige Provisionen fallen nicht an — das sind variable Kosten. Grenzfälle wie Strom oder Telefon ordnet man dem größeren Anteil zu.
Stand
Gehört mein eigener Unternehmerlohn in die Fixkosten?
Ja, sonst rechnest du eine Gewinnschwelle aus, bei der du selbst nichts verdienst. Setze den Betrag an, den du privat zum Leben brauchst, zuzüglich der Steuer- und Sozialversicherungsrücklage darauf. Bei einer Kapitalgesellschaft ist das Geschäftsführergehalt ohnehin schon Aufwand — bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften nicht, und genau dort entsteht der Denkfehler.
Stand
Was sagt die Sicherheitsstrecke aus?
Um wie viel Prozent die geplante Menge einbrechen darf, bevor die Gewinnschwelle unterschritten wird. Unter 20 % ist ein Betrieb gegen einen einzelnen Auftragsausfall nicht abgesichert. Über 40 % ist er robust. Die Kennzahl heißt auch Sicherheitskoeffizient.
Stand
Was, wenn ich viele verschiedene Produkte verkaufe?
Dann rechnest du mit einem Durchschnittserlös und durchschnittlichen variablen Kosten je Auftrag — oder besser mit der Deckungsbeitragsquote auf den Umsatz statt mit einer Stückzahl: Break-even-Umsatz = Fixkosten geteilt durch die Deckungsbeitragsquote. Der Rechner zeigt beides.
Stand
Warum bringt mehr Umsatz manchmal nichts?
Weil Umsatz nicht Deckungsbeitrag ist. Ein Auftrag mit 40.000 € Umsatz und 39.000 € variablen Kosten trägt 1.000 € zu den Fixkosten bei — ein Auftrag mit 5.000 € Umsatz und 1.500 € variablen Kosten trägt 3.500 € bei. Der kleinere Auftrag ist der bessere. Wer nach Umsatz steuert, wählt regelmäßig den falschen.
Stand
Rechnet PilotOS den Break-even aus meinen Buchungen?
Ja. Fixkosten und variable Kosten stehen bereits in der Buchhaltung, sobald die Konten entsprechend geführt werden. Das Controlling-Modul zieht die Zahlen daraus statt aus einer Schätzung — und aktualisiert sie mit jeder neuen Buchung.
Stand
Mit deinen echten Zahlen weiterrechnen
Dieser Rechner arbeitet mit den Annahmen, die du eingetippt hast. PilotOS rechnet dieselbe Formel über deine tatsächlichen Buchungen – lokal auf deinem Rechner, ohne dass eine Zahl das Haus verlässt.
Gehört zur Gruppe Preis & Ertrag (7 Rechner). Passend dazu im Programm: Preiskalkulation im Programm · Controlling-Kennzahlen
Der Free-Tarif ist dauerhaft kostenlos. Kein Konto nötig, um die Rechner zu benutzen.