Du mietest nicht den Zugang zu deinen eigenen Zahlen.Abo oder Einmalkauf — der Unterschied wird an dem Tag sichtbar, an dem du aufhörst zu zahlen.
Fast jede Buchhaltungssoftware wird heute im Abo verkauft. Für den Anbieter ist das bequem, für dich ist es bis zu einem gewissen Punkt auch fair: Du zahlst laufend, dafür bekommst du laufend Weiterentwicklung. Die Frage ist nur, was passiert, wenn du aufhörst.
Einordnung Diese Seite erklärt die beiden Modelle. Alle Tarife und Laufzeiten →
Beide Wege haben ihre Berechtigung
Wer nur die eigene Seite gut aussehen lässt, hilft bei der Entscheidung nicht. Deshalb zuerst das, was für den jeweils anderen Weg spricht.
Wofür das Abo spricht
Der Einstieg kostet fast nichts. Wer nicht weiß, ob das Programm nach drei Monaten noch passt, riskiert im Abo einen Monatsbeitrag statt eines Kaufpreises.
Weiterentwicklung ist eingepreist, solange du zahlst. Bei gesetzlich getriebener Software — E-Rechnung, Kassenpflichten, Lohnrecht — ist das kein Luxus, sondern Voraussetzung dafür, dass das Programm im nächsten Jahr noch benutzbar ist.
Du bist beweglich. Passt es nicht, kündigst du. Kein Kaufpreis, der dich an eine Fehlentscheidung bindet.
Für Betriebe mit schwankender Größe ist das Abo ehrlicher: Du zahlst für das, was du gerade brauchst.
Wofür der Einmalkauf spricht
Die Rechnung endet irgendwann. Ein Abo für 24,90 Euro im Monat kostet über fünf Jahre 1.494 Euro — und in dem Moment, in dem du aufhörst zu zahlen, ist es weg.
Kein Kündigungsrisiko für die eigene Vergangenheit. Buchungsbelege musst du acht Jahre aufbewahren. Ein Abo, das du nach drei Jahren kündigst, deckt diesen Zeitraum nicht ab.
Keine Preisrunde. Was du gekauft hast, wird nicht teurer, weil der Anbieter seine Tarife neu sortiert.
Planbarkeit in der Buchhaltung: eine Anschaffung statt einer laufenden Belastung, die jedes Jahr im Budget auftaucht.
Der Unterschied in der Praxis
| Merkmal | Wofür das Abo spricht | Wofür der Einmalkauf spricht |
|---|---|---|
| Zahlung | monatlich, jährlich oder alle zwei Jahre | einmalig |
| Kosten über fünf Jahre bei 24,90 €/Monat | 1.494 € (ohne Preiserhöhungen) | einmaliger Kaufpreis |
| Updates | solange du zahlst | 60 Monate ab Kauf inklusive |
| Wenn du aufhörst zu zahlen | Nutzung endet | Programm läuft weiter |
| Zugriff auf alte Belege | abhängig vom Abo | dauerhaft |
| Schutz vor Preiserhöhung | nein | ja |
| Passt bei Unsicherheit | ja | eher nicht |
| Deine Daten | bei PilotOS in beiden Fällen lokal und lesbar | bei PilotOS in beiden Fällen lokal und lesbar |
Was passt zu dir?
Nimm das Abo, wenn …
du gerade erst anfängst, deine Betriebsgröße sich noch ändert oder du das Programm erst im Alltag prüfen willst. Der Free-Tarif ist dauerhaft kostenlos — du musst dich nicht sofort entscheiden.
Nimm Lifetime, wenn …
du weißt, dass du dabei bleibst, und die laufende Belastung loswerden willst. Ab etwa dem dritten Jahr rechnet sich der Einmalkauf gegenüber dem Monatsabo.
Was in beiden Fällen gilt
Deine Datenbank ist eine Datei auf deinem Rechner. Sie bleibt lesbar, ob du zahlst oder nicht — mit jedem SQLite-Werkzeug, auch ohne PilotOS.
Was du prüfen solltest
Bei jedem Anbieter: Was passiert nach der Kündigung mit den Daten? Diese Frage gehört vor den Vertragsabschluss, nicht danach.
Gut zu wissen
Ab wann rechnet sich Lifetime?
Das hängt vom Kaufpreis und vom gewählten Tarif ab. Als Faustregel: Liegt der Einmalpreis beim Zwei- bis Dreifachen der Jahresgebühr, ist der Umschlagpunkt nach zwei bis drei Jahren erreicht. Wer sicher ist, länger zu bleiben, zahlt danach nichts mehr. Rechne mit deinem tatsächlichen Tarif nach, nicht mit dem günstigsten aus der Werbung.
Stand
Bekomme ich bei Lifetime auch Updates?
Ja, 60 Monate ab Kauf sind inklusive. Danach läuft die Software weiter — sie hört nicht auf zu funktionieren. Wer nach fünf Jahren die neuesten gesetzlichen Anpassungen braucht, kann verlängern. Das ist ein wichtiger Unterschied zu einem Abo: Dort endet die Nutzung, hier enden nur die Updates.
Stand
Was passiert bei PilotOS, wenn ich kündige?
Die Datenbank liegt als SQLite-Datei auf deinem Rechner und bleibt dort. Du kannst sie kopieren, sichern und mit jedem beliebigen Werkzeug öffnen. Der Free-Tarif bleibt zudem dauerhaft nutzbar — du fällst nicht auf null zurück, sondern auf den kostenlosen Umfang.
Stand
Ist ein Abo nicht insgesamt fairer?
Für laufende Weiterentwicklung schon. Buchhaltungssoftware muss jedes Jahr an neue Vorgaben angepasst werden, und das kostet Arbeit. Unfair wird es erst dort, wo das Abo nicht die Weiterentwicklung bezahlt, sondern den bloßen Zugang zu Daten, die dir gehören. Genau diese Kopplung gibt es bei einer lokalen Installation nicht.
Stand
Kann ich vom Abo zu Lifetime wechseln?
Ja, ein Wechsel ist möglich. Sinnvoll ist er, sobald du weißt, dass du bleibst — dann hört die laufende Zahlung auf. Umgekehrt gilt: Wer unsicher ist, sollte nicht kaufen, sondern erst den Free-Tarif oder ein Monatsabo nutzen.
Stand
Erst ausprobieren, dann entscheiden
Der Free-Tarif ist dauerhaft kostenlos und braucht keine Kreditkarte. Abo und Lifetime kannst du danach immer noch wählen.