Margen- & Aufschlagsrechner
Marge oder Aufschlag: Was bleibt dir wirklich? In Sekunden beantwortet. PilotOS kann das auch automatisch – und übernimmt den Preis direkt in Angebot und Rechnung.
Wer mit „50 % Aufschlag“ kalkuliert und dabei glaubt, das entspräche auch 50 % Marge, verschenkt bei jedem Verkauf bares Geld: Tatsächlich bleiben nur rund 33 % Handelsspanne, weil Aufschlag und Marge sich auf unterschiedliche Bezugsgrößen beziehen.
Dieser Rechner ermittelt aus deinem Einkaufs- und Verkaufspreis den Rohgewinn je Stück, den Aufschlag und die Handelsspanne getrennt – damit deine Kalkulation stimmt, bevor das Angebot raus ist.
Aufschlag = Gewinn bezogen auf den Einkaufspreis. Handelsspanne (Marge) = Gewinn bezogen auf den Verkaufspreis. Beide beschreiben denselben Gewinn, nur aus anderer Perspektive – Verwechslung führt zu Fehlkalkulationen.
Alle hier verwendeten Rechtswerte mit Gültigkeit, Norm und Prüfdatum stehen offen im Register – Stand der Rechtswerte.
ButlerIn einfachen Worten – was rechne ich hier?
Aufschlag und Marge werden ständig verwechselt. Ein Beispiel: Du kaufst für 40 Euro ein und verkaufst für 100. Dein Gewinn liegt bei 60 Euro. Der Aufschlag beträgt 150 Prozent (60 auf 40), die Marge/Handelsspanne aber nur 60 Prozent (60 von 100).
Das gibst du ein:
- Einkaufspreis netto: was dich die Ware kostet.
- Verkaufspreis netto: was du (ohne USt) verlangst.
Butler-Tipp: Kalkulierst du mit „50 Prozent Aufschlag“, ist deine Marge deutlich kleiner – prüfe immer, welche Größe dein Lieferant oder deine Branche meint, sonst rechnest du dich arm.
Preise sauber kalkulieren
Das Kalkulationsmodul in PilotOS rechnet Aufschlag, Marge und Vollkosten je Artikel für dich – und übernimmt den Preis direkt in Angebot und Rechnung. Lokal, ohne Cloud.
Marge, Aufschlag und Rohgewinn
Marge und Aufschlag werden oft verwechselt, sind aber verschieden. Der Aufschlag bezieht den Gewinn auf den Einkaufspreis: Aufschlag = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) ÷ Einkaufspreis × 100. Die Marge (Handelsspanne) bezieht denselben Gewinn auf den Verkaufspreis: Marge = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) ÷ Verkaufspreis × 100. Ein Aufschlag von 100 % entspricht zum Beispiel nur einer Marge von 50 %. Wer beides verwechselt, kalkuliert falsch.
Der Rechner zeigt dir beide Größen und den Rohgewinn je Stück in Sekunden, sodass klar wird, was ein Verkauf tatsächlich einbringt. Das ist die Grundlage jeder Preisentscheidung im Handel.
Zweites Beispiel – die knappe Spanne: Ein Großhändler kauft eine Ware für 90 € ein und verkauft sie für 100 €. Rohgewinn = 100 € − 90 € = 10 €. Aufschlag = 10 ÷ 90 × 100 ≈ 11,1 %, Marge = 10 ÷ 100 × 100 = 10 %. Bei so knappen Spannen liegen Aufschlag und Marge nah beieinander – der Unterschied fällt erst bei größeren Gewinnspannen wie im Beispiel oben (40 € Einkauf, 100 € Verkauf: 150 % Aufschlag vs. 60 % Marge) deutlich ins Gewicht.
Von der Marge zur echten Rentabilität
Die Marge je Stück sagt noch nichts über den Erfolg deines Betriebs – erst nach Abzug der Fixkosten bleibt der tatsächliche Gewinn. Eine hohe Marge bei geringem Absatz kann weniger einbringen als eine kleine Marge bei hohem Volumen.
PilotOS verbindet die Margenrechnung mit Kalkulation, Fixkosten und Warenwirtschaft. So siehst du, welche Artikel wirklich tragen und ab welchem Absatz sich ein Produkt lohnt – nicht nur, wie hoch die Spanne auf dem Papier steht.
Häufige Fehler bei der Margen- und Aufschlagsberechnung
1. Aufschlag mit Marge gleichgesetzt. Der klassische Fehler: Wer einen Aufschlag von 50 % kalkuliert, glaubt oft, das entspräche 50 % Marge. Tatsächlich bleiben nur rund 33 % Handelsspanne – ein Unterschied, der bei größeren Stückzahlen schnell mehrere hundert Euro Fehlkalkulation pro Monat bedeutet.
2. Mit Bruttopreisen statt Nettopreisen gerechnet. Wird versehentlich der Verkaufspreis inklusive Umsatzsteuer verwendet, fällt die berechnete Marge künstlich höher aus, als sie tatsächlich ist – die enthaltene USt ist kein Gewinn.
3. Fixkosten bei der Preisuntergrenze vergessen. Eine positive Marge auf dem Papier bedeutet nicht automatisch Gewinn: Miete, Personal und laufende Kosten müssen erst gedeckt sein, bevor überhaupt ein Überschuss entsteht.
4. Rabatte nicht in die Kalkulation eingerechnet. Wer Kunden 10 % Nachlass gewährt, ohne den Verkaufspreis entsprechend höher anzusetzen, gibt einen Teil der eingeplanten Marge ungeplant ab.
5. Einkaufspreis ohne Nebenkosten angesetzt. Fracht, Zoll oder Verpackung gehören zum tatsächlichen Einstandspreis – wird nur der reine Warenwert verwendet, wirkt die Marge besser, als sie real ist.
Gut zu wissen
Was ist der Unterschied zwischen Marge und Aufschlag?
Der Aufschlag bezieht den Gewinn auf den Einkaufspreis, die Marge (Handelsspanne) auf den Verkaufspreis. Bei gleichem Rohgewinn ist der Aufschlag daher stets größer als die Marge – bei hohen Spannen kann der Unterschied 50 Prozentpunkte und mehr betragen.
Stand
Ist 100 % Aufschlag dasselbe wie 100 % Marge?
Nein. 100 % Aufschlag (Verkaufspreis = doppelter Einkaufspreis) entsprechen rechnerisch nur 50 % Marge. Diese Verwechslung ist einer der häufigsten Kalkulationsfehler im Einzelhandel.
Stand
Was ist der Rohgewinn?
Verkaufspreis minus Einkaufspreis je Stück, jeweils netto. Er ist die Grundlage für Aufschlag und Marge, sagt aber allein noch nichts über den tatsächlichen Betriebsgewinn aus.
Stand
Sagt die Marge schon alles über die Rentabilität?
Nein. Erst nach Abzug von Fixkosten wie Miete, Personal und Verwaltung steht fest, ob unterm Strich tatsächlich Gewinn bleibt – eine hohe Marge bei wenig Umsatz kann trotzdem defizitär sein.
Stand
Hohe Marge oder hohes Volumen – was zählt mehr?
Kommt auf den Deckungsbeitrag an: Eine kleine Marge bei hohem Absatz kann in Summe mehr einbringen als eine große Marge bei wenigen Verkäufen. Beide Größen gehören zusammen betrachtet.
Stand
Wie kalkuliere ich den Verkaufspreis für eine Ziel-Marge?
Verkaufspreis = Einkaufspreis ÷ (1 − Ziel-Marge). Für 40 % Marge bei 60 € Einkauf ergibt das 60 ÷ 0,6 = 100 € Verkaufspreis.
Stand
Verbindet PilotOS Marge und Preiskalkulation automatisch?
Ja. Das Kalkulationsmodul berechnet Aufschlag, Marge und Vollkosten je Artikel und übernimmt den kalkulierten Preis direkt in Angebot und Rechnung – ohne manuelles Nachrechnen.
Stand
Mit deinen echten Zahlen weiterrechnen
Dieser Rechner arbeitet mit den Annahmen, die du eingetippt hast. PilotOS rechnet dieselbe Formel über deine tatsächlichen Buchungen – lokal auf deinem Rechner, ohne dass eine Zahl das Haus verlässt.
Gehört zur Gruppe Preis & Ertrag (7 Rechner). Passend dazu im Programm: Preiskalkulation im Programm · Controlling-Kennzahlen
Der Free-Tarif ist dauerhaft kostenlos. Kein Konto nötig, um die Rechner zu benutzen – und alle 35 laufen auch offline in der App, direkt in der passenden Maske.
