Der Marktstand braucht
keine gemietete Kasse.
Artikel mit der Handykamera scannen, Warenkorb füllen, bar oder mit Karte kassieren – und der Verkauf ist eine Buchung in deiner Buchhaltung, kein Datensatz bei einem Kassenanbieter. Der Artikelstamm liegt auf dem Gerät, die Erkennung läuft auf dem Gerät.
Einordnung Diese Seite behandelt den Verkauf am Handy. Die stationäre Kasse, das Kassenbuch und die vollständigen Pflichten nach KassenSichV stehen auf der Kassenseite. Kasse mit TSE & Kassenbuch →
Kurz gesagt: Der Reiter „Kasse“ der PilotOS-Erfassungs-App enthält einen mobilen Verkauf: Artikelsuche über EAN oder Name, Barcode-Scan über die Kamera mit zwei mitgelieferten Bibliotheken (jsQR und ZXing) vollständig auf dem Gerät, Warenkorb mit laufender Summe, Zahlart bar oder Karte. Der Artikelstamm liegt zwischengespeichert in einer lokalen Datenbank (IndexedDB), Suche und Scan funktionieren deshalb ohne Netz. Der Abschluss braucht Netz, weil die TSE-Signatur serverseitig erfolgt und nicht nachträglich chronologisch korrekt nachgeholt werden kann. Produktiv ist nur eine BSI-zertifizierte TSE zulässig – als Cloud-TSE (fiskaly) oder als Hardware (Swissbit); der eingebaute Simulator ist ausdrücklich nur für Test und Schulung. Kartenzahlung läuft am separaten Terminal, PilotOS bucht nur Betrag und Zahlart mit. Rechtsrahmen: § 146a AO, KassenSichV, DSFinV-K. Stand: 06.09.2026.
Sieben Sekunden pro Verkauf, nicht sieben Klicks
Scannen oder tippen
Kamera auf den Strichcode – oder EAN beziehungsweise Artikelname in die Suche. Beides greift auf denselben Artikelstamm zu, der auf dem Gerät liegt.
Warenkorb
Menge ändern, Position entfernen, Summe läuft mit. Keine Maske, die erst geöffnet und bestätigt werden muss.
Bar oder Karte
Zahlart auswählen, abschließen. Die TSE signiert, der Beleg entsteht mit QR-Code, die Buchung landet im Kassenbuch.
Der Artikelstamm wird nicht bei jedem Verkauf geholt. Er liegt zwischengespeichert auf dem Gerät, mit sichtbarem Stand und einer Schaltfläche zum Aktualisieren. Das ist der Unterschied zwischen einer Kasse, die auf dem Markt funktioniert, und einer, die bei zwei Balken Empfang minutenlang lädt.
Drei Grenzen, die wir nicht wegschreiben
Eine Kassenlösung, die ihre Grenzen verschweigt, kostet den Händler in der Prüfung mehr, als sie ihm vorher gespart hat.
Der Abschluss braucht Netz
Scannen und Warenkorb laufen offline. Der Verkaufsabschluss nicht: Die TSE-Signatur muss in der richtigen Reihenfolge entstehen, und eine nachträglich erzeugte Signaturkette wäre wertlos. Ohne Empfang ist die offene Kasse mit Zählprotokoll der richtige Weg – und dafür gibt es einen eigenen Reiter.
Kein Kartenleser in der App
Die Karte wird am separaten Terminal gezogen. PilotOS bucht Betrag und Zahlart mit, mehr nicht. Wir bauen keine Brücke zu einem Zahlungsvorgang, für den wir nicht geradestehen können.
Der Simulator ist kein Ersatz
Der eingebaute TSE-Simulator erzeugt keine rechtsgültigen Signaturen. Produktiv braucht es fiskaly oder Swissbit. Das steht so im Programm und nicht nur hier.
Der Verkauf ist bereits gebucht, wenn du den Stand abbaust
Keine Brücke zwischen Kasse und Buchhaltung
Der übliche Aufbau besteht aus drei Teilen: eine Kassen-App, ein Export, ein Buchhaltungsprogramm. Dazwischen sitzt der Abgleich, und der Abgleich ist die Stelle, an der Tageslosungen verschwinden, doppelt ankommen oder mit dem falschen Steuersatz landen. Hier gibt es diese Stelle nicht: Der Verkauf entsteht in derselben Datenbank wie das Kassenkonto.
Praktische Folge: Die Auswertung am Abend zeigt die Marktumsatz-Zahlen, ohne dass jemand etwas übertragen hätte. Und wenn ein Betrag nicht stimmt, gibt es genau einen Ort, an dem man nachsieht.
Kein Anbieter zwischen dir und deinen Umsätzen
Mietkassen speichern jeden Bon auf den Servern des Anbieters. Das ist bequem, bis man ausrechnet, wer damit was weiß: Artikelmix, Tagesgänge, Saisonverläufe, Standortdaten – das vollständige Betriebsprofil eines Händlers. Und es ist bequem, bis der Vertrag endet und die Frage kommt, in welchem Format die Daten eigentlich zurückkommen.
PilotOS speichert den Verkauf dort, wo dein Betrieb steht. Die vollständige Datensicherung lässt sich jederzeit exportieren – auch nach Lizenzende.
Mobile Kasse – Fragen und Antworten
Brauche ich ein Kassensystem, um auf dem Wochenmarkt zu verkaufen?
Nein. Eine offene Ladenkasse ist zulässig, sie verlangt aber täglich einen Kassenbericht mit Zählprotokoll. Sobald ein elektronisches Aufzeichnungssystem im Einsatz ist, greift §146a AO mit der Pflicht zur zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung, zur Belegausgabe und zur DSFinV-K-Schnittstelle. PilotOS deckt beide Wege ab: die offene Kasse mit Zählprotokoll und den elektronischen Verkauf mit TSE — auf demselben Handy.
Stand
Wie funktioniert der Barcode-Scan?
Über die Kamera des Handys. Die Erkennung läuft mit zwei mitgelieferten Bibliotheken (jsQR und ZXing) vollständig auf dem Gerät — es wird kein Bild an einen Dienst geschickt, und es gibt keinen Scanner-Dienst, der mitliest. Alternativ tippt man EAN oder Artikelnamen in die Suche. Getroffene Artikel wandern in den Warenkorb, die Summe rechnet mit.
Stand
Funktioniert der Verkauf ohne Internet?
Teilweise, und die Grenze ist wichtig: Der Artikelstamm liegt in einer lokalen Datenbank auf dem Gerät (IndexedDB), Suche, Scan und Warenkorb funktionieren deshalb ohne Netz. Der Verkaufsabschluss selbst braucht eine Verbindung, weil die TSE-Signatur serverseitig erfolgt und sich nicht nachträglich in chronologisch korrekter Reihenfolge nachholen lässt. Wer ohne Empfang verkauft, führt die offene Kasse mit Zählprotokoll — dafür ist der Reiter „Zählung“ da.
Stand
Wird die Kartenzahlung über die App abgewickelt?
Nein. Die Kartenzahlung läuft am separaten Kartenterminal, etwa einem SumUp-Leser. In PilotOS wird nur Betrag und Zahlart mitgebucht. Es gibt bewusst keine Kartenleser-Anbindung: Wir wollen nicht die Verantwortung für einen Zahlungsvorgang übernehmen, den wir technisch nicht kontrollieren.
Stand
Welche TSE ist zulässig?
Produktiv nur eine BSI-zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung: als Cloud-TSE (fiskaly) oder als Hardware (Swissbit). PilotOS bindet beide an und liefert die Felder für Beleg-QR-Code und DSFinV-K. Der eingebaute Simulator erzeugt ausdrücklich keine rechtsgültigen Signaturen und ist nur für Test und Schulung gedacht — das Programm sagt das auch selbst, statt es im Kleingedruckten zu verstecken.
Stand
Was passiert, wenn zwei Terminals gleichzeitig abschließen?
Der Signaturzähler wird prozessweit serialisiert. Das klingt nach einer Nebensache, ist aber der Punkt, an dem selbstgebaute Kassenlösungen scheitern: §146a AO verlangt eine lückenlose, eindeutige Zählerfolge. Zwei gleichzeitig abgeschlossene Bons ohne Sperre erzeugen reproduzierbar doppelte Zählerwerte — und ein Duplikat ist eine Ordnungswidrigkeit, kein Schönheitsfehler.
Stand
Wie kommt der Verkauf in die Buchhaltung?
Direkt. Es gibt keinen Export, keinen Nachtlauf und keine zweite Datenbank: Der Verkauf ist eine Buchung im selben System, in dem auch die Rechnungen, die Bank und die Auswertungen liegen. Deshalb stimmt die Tageslosung am Abend mit dem Kassenkonto überein, ohne dass jemand etwas abgleicht.
Stand
Kostet jedes zusätzliche Verkaufsgerät extra?
Nein. Es gibt keinen Preis je Gerät und keine getrennte Kassenlizenz. Zwei Marktstände am selben Samstag kosten so viel wie einer.
Stand
Weiterlesen
Gastronomie
Steuersätze seit 2026, TSE, Belegausgabe – und was für den Service noch fehlt. Zur Gastro-Seite →
Kasse mit TSE & Kassenbuch
Die vollständigen Pflichten nach KassenSichV, Belegausgabe, DSFinV-K. Zur Kassenseite →
Kassensturz und Zählprotokoll
Der Weg für die offene Ladenkasse – mit Stückelung, Prüfer und Archiv. Zum Zählprotokoll →
Warenwirtschaft & Lager
Woher der Artikelstamm kommt und wie Bestand und Verkauf zusammenhängen. Zur Warenwirtschaft →