Lieferantenkredit

Zwei Prozent Skonto sind
sechsunddreißig Prozent Zins.

„2 % bei 10 Tagen, 30 Tage netto“ ist kein Nachlass, sondern ein Kreditangebot. Dieser Rechner sagt dir, was der Lieferant für die zusätzliche Frist verlangt – und ob deine Kreditlinie billiger ist.

Skonto als Jahreszins Vergleich mit deiner Kreditlinie ohne Anmeldung

Kurz gesagt: Der effektive Jahreszins des Lieferantenkredits beträgt Skontosatz ÷ (100 − Skontosatz) × 360 ÷ (Zahlungsziel − Skontofrist) × 100. Bei 2 % Skonto, 10 Tagen Frist und 30 Tagen Ziel sind das rund 36,7 % pro Jahr. Im Nenner steht 98 und nicht 100, weil sich die Zinsen auf den tatsächlich gezahlten Betrag beziehen. Solange dieser Satz über dem Zins der eigenen Kreditlinie liegt, ist Skontoziehen die billigere Finanzierung – auch dann, wenn dafür der Kontokorrent belastet wird. Dieselbe Rechnung gilt umgekehrt für das Skonto, das man Kunden einräumt: 3 % bei 7 gegen 30 Tagen sind rund 48 % Jahreszins auf der Verkäuferseite. Gerechnet wird kaufmännisch mit 360 Tagen. Stand: 06.09.2026.

Skonto als Jahreszins
Skontobetrag
gewonnene Tage
Zinskosten bei Kreditziehung
Vorteil des Skontoziehens
Zahlbetrag mit Skonto

Formel: Skontosatz ÷ (100 − Skontosatz) × 360 ÷ (Zahlungsziel − Skontofrist) × 100. Das Ergebnis ist der Jahreszins, den der Lieferant für die zusätzliche Zahlungsfrist verlangt. 2 % bei 10 gegen 30 Tagen entsprechen rund 36,7 % im Jahr. Solange dieser Satz über dem Zins deiner Kreditlinie liegt, ist Skontoziehen die billigere Finanzierung – auch dann, wenn dafür der Kontokorrent belastet wird. Gerechnet wird kaufmännisch mit 360 Tagen.

Alle hier verwendeten Rechtswerte mit Gültigkeit, Norm und Prüfdatum stehen offen im Register – Stand der Rechtswerte.

Skonto ist keine Kleinigkeit, sondern ein Zinssatz

„2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, 30 Tage netto“ steht auf fast jeder Eingangsrechnung. Gelesen wird es als kleiner Nachlass. Tatsächlich ist es ein Kreditangebot: Der Lieferant lässt sich 20 zusätzliche Tage Zahlungsfrist mit 2 % bezahlen. Aufs Jahr gerechnet sind das rund 36,7 %.

Die Formel

Skontosatz geteilt durch (100 minus Skontosatz), mal 360 geteilt durch die gewonnenen Tage, mal 100. Der Nenner ist nicht 100, sondern 98 – weil die 2 % auf den Betrag bezogen sind, den du tatsächlich zahlst, nicht auf den vollen.

Die praktische Konsequenz

Solange der so berechnete Jahreszins über dem Zins deiner Kreditlinie liegt, ist Skontoziehen die billigere Finanzierung – selbst dann, wenn du dafür ins Minus gehst. Bei 36,7 % gegen 9,5 % Kontokorrentzins ist die Entscheidung nicht knapp. Wer aus Vorsicht auf Skonto verzichtet, um „liquide zu bleiben“, zahlt für diese Vorsicht das Vierfache.

Die andere Richtung

Dasselbe gilt für das Skonto, das du deinen Kunden einräumst. Wer 3 % bei 7 gegen 30 Tagen gewährt, verkauft Zahlungsfrist zu rund 48 % Jahreszins – nur eben als Verkäufer. Das ist teure Güte, wenn die Kunden ohnehin pünktlich zahlen würden.

Häufige Fragen

Skonto oder Zahlungsziel – Fragen und Antworten

Wie berechnet man den Skonto-Jahreszins?

Skontosatz geteilt durch (100 − Skontosatz), multipliziert mit 360 geteilt durch die Anzahl der gewonnenen Tage, mal 100. Bei 2 % Skonto, 10 Tagen Skontofrist und 30 Tagen Ziel: 2 ÷ 98 × 360 ÷ 20 × 100 = rund 36,7 % pro Jahr.

Stand 

Warum steht im Nenner 98 und nicht 100?

Weil der Skontobetrag sich auf den Rechnungsbetrag bezieht, der tatsächlich gezahlte Betrag aber nur 98 % davon ausmacht. Die 2 % sind also Zinsen auf 98, nicht auf 100. Der Unterschied klingt akademisch, verzerrt bei höheren Skontosätzen aber spürbar.

Stand 

Soll ich Skonto auch dann ziehen, wenn ich dafür ins Minus gehe?

In aller Regel ja. Solange der Skonto-Jahreszins über dem Zins deiner Kreditlinie liegt, ist Skontoziehen die billigere Finanzierung. Bei 36,7 % gegen einen Kontokorrentzins von 9,5 % ist die Entscheidung nicht knapp. Wer aus Vorsicht auf Skonto verzichtet, zahlt für diese Vorsicht ein Vielfaches.

Stand 

Gilt die Rechnung auch für das Skonto, das ich meinen Kunden gebe?

Ja, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Wer 3 % bei 7 gegen 30 Tagen gewährt, verkauft Zahlungsfrist zu rund 48 % Jahreszins. Bei Kunden, die ohnehin pünktlich zahlen würden, ist das ein reiner Preisnachlass ohne Gegenleistung.

Stand 

Mit 360 oder 365 Tagen rechnen?

Die kaufmännische Konvention ist 360. Der Unterschied zu 365 beträgt knapp 1,4 % relativ — er ändert an keiner Entscheidung etwas, weil die Sätze so weit auseinanderliegen.

Stand 

Was ist, wenn ich das Zahlungsziel überziehe?

Dann wird es teurer, nicht billiger: Ab Verzug kommen Verzugszinsen nach § 288 BGB hinzu, gegenüber Unternehmen 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Wer Lieferanten als Kreditgeber benutzt, verliert außerdem Konditionen und im Zweifel die Belieferung.

Stand 

Überwacht PilotOS die Skontofristen?

Ja. Eingangsrechnungen tragen Zahlungsziel und Skontofrist; die offenen Posten zeigen, welche Rechnung wann skontofähig ist und was der Verzicht kostet. Genau das geht in der Praxis am häufigsten verloren — nicht die Entscheidung, sondern die Frist.

Stand 

Und jetzt?

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Dieser Rechner arbeitet mit den Annahmen, die du eingetippt hast. PilotOS rechnet dieselbe Formel über deine tatsächlichen Buchungen – lokal auf deinem Rechner, ohne dass eine Zahl das Haus verlässt.

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