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Ab wann verdiene ich Geld und nicht nur Umsatz?

Antwort: Ab der Gewinnschwelle. Sie liegt bei Fixkosten geteilt durch den Deckungsbeitrag je Einheit, wobei der Deckungsbeitrag der Nettopreis abzüglich der variablen Kosten ist. Bei 42.000 € Fixkosten, 85 € Preis und 34 € variablen Kosten sind das 824 Einheiten oder 70.000 € Umsatz. Der entscheidende Punkt: Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften gehört der eigene Unternehmerlohn samt Steuerrücklage in die Fixkosten – sonst rechnest du eine Schwelle aus, bei der du selbst nichts verdienst. Stand: 06.09.2026.

Warum Umsatz die falsche Zahl ist

Umsatz sagt, wie viel durch den Betrieb läuft. Deckungsbeitrag sagt, wie viel hängen bleibt. Ein Auftrag mit 40.000 € Umsatz und 39.000 € variablen Kosten trägt 1.000 € zu den Fixkosten bei. Ein Auftrag mit 5.000 € Umsatz und 1.500 € variablen Kosten trägt 3.500 € bei. Der kleinere Auftrag ist der bessere – und wer nach Umsatz steuert, wählt regelmäßig den falschen.

Fix oder variabel? Eine einzige Frage entscheidet

Fällt diese Kostenposition auch an, wenn ich diesen Monat nichts verkaufe? Miete, Versicherungen, Leasing, Gehälter, Buchhaltung und Software fallen an – Fixkosten. Material, Fremdleistung, Versand, Verpackung und umsatzabhängige Provisionen fallen nicht an – variable Kosten. Grenzfälle wie Strom oder Telefon ordnet man dem größeren Anteil zu; die Feinheit ändert am Ergebnis wenig.

Der Fehler, der die ganze Rechnung wertlos macht

Der eigene Unternehmerlohn fehlt in den Fixkosten. Bei einer GmbH ist das Geschäftsführergehalt ohnehin Aufwand und steht automatisch drin. Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften nicht – da muss man es hineinschreiben. Wer es vergisst, rechnet eine Gewinnschwelle aus, bei der die Firma schwarze Zahlen schreibt und der Inhaber null verdient.

Die Zahl, die niemand kennt und jeder braucht

Die Sicherheitsstrecke: um wie viel Prozent die Planmenge einbrechen darf, bevor die Gewinnschwelle unterschritten wird. Unter 20 % ist ein Betrieb gegen einen einzelnen Auftragsausfall nicht abgesichert. Über 40 % ist er robust. Diese Zahl beantwortet die Frage, die im Bankgespräch und in der schlaflosen Nacht dieselbe ist: Was passiert, wenn der größte Kunde wegfällt?

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Mit deinen eigenen Zahlen

Die Felder sind mit einem Musterfall vorbelegt und vollständig änderbar. Es wird nichts übertragen und nichts gespeichert, solange du nicht selbst auf „Ergebnis merken“ klickst – und auch dann bleibt es in deinem Browser.

Break-even-Menge pro Jahr
Break-even-Umsatz
Deckungsbeitrag je Einheit
Deckungsbeitragsquote
Betriebsergebnis bei Planmenge
Sicherheitsstrecke

Deckungsbeitrag = Nettopreis minus variable Kosten je Einheit. Die Break-even-Menge ist der Punkt, ab dem die Fixkosten gedeckt sind: Fixkosten geteilt durch den Deckungsbeitrag je Einheit. Alles darunter ist Verlust – unabhängig davon, wie voll der Auftragskalender aussieht. Die Sicherheitsstrecke zeigt, um wie viel Prozent die Planmenge einbrechen darf, bevor es kritisch wird.

Alle hier verwendeten Rechtswerte mit Gültigkeit, Norm und Prüfdatum stehen offen im Register – Stand der Rechtswerte.

Dazu passt

Wenn dich das weiterbringt

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Diese Antwort und der Rechner sind vollständig kostenlos und bleiben es – ohne Konto, ohne E-Mail-Adresse. PilotOS rechnet dieselbe Formel später über deine echten Buchungen, wenn du willst. Der Free-Tarif ist dauerhaft kostenlos.

Was noch dazugehört

Weitere Fragen dazu

Was, wenn ich viele verschiedene Produkte verkaufe?

Dann rechnest du mit der Deckungsbeitragsquote auf den Umsatz statt mit Stückzahlen: Break-even-Umsatz = Fixkosten geteilt durch die Deckungsbeitragsquote. Der Rechner zeigt beide Wege. Für einen ersten Überblick reicht ein Durchschnittsauftrag.

Stand 

Wie hoch soll ich meinen Unternehmerlohn ansetzen?

So hoch wie das, was du privat tatsächlich brauchst, zuzüglich der Steuer- und Sozialversicherungsrücklage darauf. Nicht das, was du dir wünschst, und nicht das, was gerade übrig bleibt — sondern der Betrag, unter dem die Selbständigkeit ihren Zweck verfehlt.

Stand 

Was mache ich mit einem negativen Deckungsbeitrag?

Nicht mehr verkaufen. Ein negativer Deckungsbeitrag heißt, dass jede zusätzliche Einheit den Verlust vergrößert — mehr Umsatz macht es schlimmer. Das kommt häufiger vor als gedacht: bei Handelsware mit Rabattstaffeln, bei Aufträgen mit unterkalkulierter Anfahrt, bei Marktplätzen mit Provision plus Versand plus Retourenquote.

Stand 

Wie oft sollte ich das rechnen?

Einmal im Jahr bei der Planung und immer dann, wenn sich eine Fixkostenposition wesentlich ändert — neue Miete, neuer Mitarbeiter, neues Leasing. Der Break-even verschiebt sich mit jeder Fixkostenerhöhung sofort, die Auftragslage folgt erst später.

Stand