Digitale Souveränität · Fachbeitrag vom 06.09.2026

Der Bund diskutiert den Ausstieg.
Der Mittelstand hat keinen Ausgang.

Digitale Souveränität wird als Verwaltungsthema verhandelt. Für einen Handwerksbetrieb mit vier Mitarbeitern ist die Lage härter als für ein Bundesministerium: Er hat keine Rechtsabteilung, keine Ausschreibung und keine Verhandlungsmacht – und seine gesamte Buchführung liegt bei einem Anbieter, dessen Vertrag er nicht verhandelt hat. Ein Cloud-Exit ist für ihn kein IT-Projekt. Er ist erst dann möglich, wenn die Software von Anfang anders gebaut war.

Zur Verwendung freigegeben. Zitieren mit Quellenangabe ist ausdrücklich erwünscht. Kurzprofile, Fakten und Bildmaterial stehen im Presseportal.

Für Leserinnen und Leser: selbst nachprüfen statt glauben. Jede Aussage in diesem Beitrag lässt sich am Programm selbst prüfen – ohne Zahlungsdaten und ohne automatische Verlängerung.

  • Online-Demo im Browser – sofort, ohne Installation, ohne Konto: pilotsuite.de/demo.html
  • Kostenlose Testversion herunterladen – Konto anlegen, im Konto die 30-Tage-Testlizenz anfordern, Paket für Windows, macOS oder Linux laden: pilotsuite.de/download.html
  • Die Übermittlung an ELSTER ist in der Testversion bewusst nicht freigeschaltet. Eine aus einem Testbestand abgesetzte Steueranmeldung wäre eine echte – und nicht rückholbar.
  • Nach 30 Tagen wird nichts abgebucht und nichts gelöscht: das Programm fällt auf die dauerhaft kostenlose Free-Lizenz zurück. Der Datenbestand bleibt als Datei auf dem eigenen Rechner liegen.

Die Debatte, die oben geführt wird

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger hat im April 2026 öffentlich gesagt, Deutschland müsse unabhängiger werden: „Dass wir auch unabhängig werden wollen, dass wir nicht angreifbar sein dürfen, das steht außer Frage.“ Sein Ministerium setzt verstärkt auf quelloffene Lösungen. Gleichzeitig räumt er ein, dass es mangels europäischer Alternativen ein weiter Weg sei.

Die Größenordnung: Der Bund gab 2025 rund 481,4 Millionen Euro für Microsoft-Software aus. Der Bundestag diskutiert seit 2026 offen über Ablösepfade, und „Cloud-Exit-Strategie“ ist in der Fachpresse zu einem eigenen Genre geworden.

Die Debatte, die unten nicht geführt wird

Ein Betrieb mit vier Mitarbeitern führt diese Diskussion nicht. Er hat vor drei Jahren eine Buchhaltungssoftware abonniert, weil sie einfach war. Seine Belege, Rechnungen, Kontoauszüge, Lohndaten und Kundenstammdaten liegen seither auf fremden Servern, unter fremden Vertragsbedingungen, in einem Format, das er nicht kennt.

Die entscheidende Frage stellt er sich nie: Was passiert, wenn er kündigt? Bei Cloud-Buchhaltung lautet die übliche Antwort, dass die Daten nach Ende des Testzeitraums oder des Abonnements gelöscht werden. Der Marktführer schreibt das für seine Testphase ausdrücklich hin. Das ist kein Skandal – es ist die logische Folge davon, dass die Daten nie beim Kunden lagen.

Hinzu kommt eine Zuständigkeitsfrage, die keine Serverstandort-Zusage löst: Der US-amerikanische CLOUD Act verpflichtet US-Anbieter zur Herausgabe von Daten, die sie kontrollieren – unabhängig davon, in welchem Rechenzentrum sie liegen. Ein Rechenzentrum in Frankfurt ändert an der Konzernzugehörigkeit nichts.

Warum „Exit“ keine Funktion ist, sondern eine Bauform

Ein Cloud-Exit wird üblicherweise als Migrationsprojekt gedacht: exportieren, konvertieren, importieren. In der Praxis scheitert er an drei Stellen. Erstens am Format: Ein CSV-Export ist kein Datenbestand, er ist ein Abzug ohne Beziehungen. Zweitens an der Historie: Buchungsbelege sind seit dem 1. Januar 2025 acht Jahre aufzubewahren, Bücher, Jahresabschlüsse, Inventare und die Verfahrensdokumentation weiterhin zehn (§ 147 Abs. 3 AO in der Fassung des Vierten Bürokratieentlastungsgesetzes). Wer so lange vorlegen muss, braucht die alten Jahre lesbar, nicht nur die aktuellen. Drittens am Zeitpunkt: Der Exit wird genau dann gebraucht, wenn das Verhältnis zum Anbieter bereits gestört ist.

Die Alternative ist nicht ein besserer Export. Sie ist eine Software, bei der der Datenbestand von Anfang an dort liegt, wo der Betrieb ist – als Datei auf einem Rechner, in einem offenen Format, mit einem Schema, das der Betrieb einsehen kann. Dann gibt es keinen Exit, weil es keinen Eintritt gab.

PilotOS speichert in einer SQLite-Datenbank auf dem Rechner des Nutzers. SQLite ist von der US-amerikanischen Library of Congress als empfohlenes Format für die Langzeitarchivierung von Datenbeständen gelistet. Das ist kein Marketingargument, sondern eine nachprüfbare Eigenschaft: Die Datei lässt sich mit freien Werkzeugen öffnen, unabhängig davon, ob es den Hersteller in zehn Jahren noch gibt.

Der Prüfsatz für jede Kaufentscheidung

Es gibt eine Frage, die den Unterschied in einem Satz sichtbar macht: Was passiert am Tag nach der Kündigung?

Bei einem Cloud-Abo lautet die ehrliche Antwort: Zugriff endet, Daten werden nach Frist gelöscht, was bleibt, ist der Export, den man rechtzeitig gezogen hat. Bei einer lokal gespeicherten Software lautet sie: nichts. Die Datei liegt weiter da, das Programm öffnet sie weiter, nur die kostenpflichtigen Module sind stumm.

Diese Frage kostet nichts und lässt sich jedem Anbieter stellen. Sie ist der kürzeste verfügbare Test für digitale Souveränität im Kleinbetrieb.

Nachprüfbar

Zahlen und Belege

Microsoft-Softwareausgaben des Bundes 2025rund 481,4 Mio. Euro
Aussage des BundesdigitalministersUnabhängigkeit „steht außer Frage“ (April 2026)
Aufbewahrung Buchungsbelege8 Jahre seit 01.01.2025 (BEG IV)
Aufbewahrung Bücher, Abschlüsse, Inventare10 Jahre, § 147 Abs. 3 AO
Speicherform PilotOSSQLite-Datei auf dem Rechner des Nutzers
Cloud-Zwangkeiner; Betrieb ohne Internetverbindung möglich
Zuständigkeit US-RechtCLOUD Act greift über die Anbieterkontrolle, nicht über den Standort
Zitierfähig

Ein Absatz zum Übernehmen

„Ein Cloud-Exit ist kein Migrationsprojekt, sondern eine Bauform. Wer erst beim Ausstieg merkt, dass seine zehn Jahre Buchführung als CSV-Abzug ohne Beziehungen herauskommen, hat die Entscheidung drei Jahre vorher getroffen – beim Abschluss des Abonnements.“

PilotOS, Herstellerangabe · Stand 6. September 2026

Quellenangabe zum Mitkopieren:

Quelle: PilotOS, https://pilotsuite.de/presse-cloud-exit-mittelstand.html (Stand 06.09.2026)

Dieser Absatz ist eine Aussage des Herstellers und zur wörtlichen Übernahme mit Quellenangabe freigegeben. Bei Veröffentlichung in anderen Medien gehört die vollständige Adresse dazu – auf unserer eigenen Seite ist sie überflüssig, außerhalb ist sie die einzige Verbindung zur Quelle.

Quellen und Stand

Stand dieses Beitrags: . Alle Rechtswerte stammen aus dem offenen Register von PilotOS und sind mit Gültigkeit, Norm und Prüfdatum unter Stand der Rechtswerte einsehbar.

Pressekontakt: PilotOS, Hinte (Niedersachsen) · pilotsuite.de/kontakt.html · Impressum · Testzugang und Bildmaterial auf Anfrage.

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