Dieselbe Software hieß auf Windows 3.0.3
und auf dem Mac 1.0.0.
Eine Versionsnummer ist keine Zierde, sondern die Kennung, unter der einSupportfall verhandelt wird. Weichen die Nummern je Betriebssystem voneinander ab, lässt sich ein Fehlerbericht nicht mehr zuordnen – und niemand merkt es, weil beide Zahlen plausibel aussehen. Wir hatten diesen Fehler selbst.
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Der Befund
Bei einer Prüfung der Auslieferungspakete zeigte sich: Die Pakete für macOS und Linux trugen die Version aus einer einzigen Quelle im Programmcode. Das Windows-Setup trug eine davon abweichende Nummer – sie war im Skript des Setup-Programms fest eingetragen und stammte ursprünglich aus einer ganz anderen Zählung.
Dieselbe Software, derselbe Bauzeitpunkt, zwei Nummern. Aufgefallen ist es nicht durch einen Fehler, sondern durch die Frage eines Nutzers, warum es unter macOS keine Versionsangabe gebe wie unter Windows.
Die Ursache war struktureller Natur: Die Windows-Nummer kam nicht aus der Software, sondern aus einer Textzeile daneben. Wo eine Zahl zweimal gepflegt wird, laufen die beiden Fassungen auseinander – das ist kein Versehen, sondern eine Frage der Zeit.
Warum das mehr ist als Kosmetik
Support. Ein Fehlerbericht ohne verlässliche Versionsangabe ist wertlos. Wenn 3.0.3 unter Windows und 1.0.0 unter macOS derselbe Bauzustand sind, ist jede Zuordnung Raten.
Aktualisierung. Updatemechanismen vergleichen Versionsnummern. Zwei Zählungen bedeuten zwei Wahrheiten darüber, was neuer ist.
Nachweis. Bei buchführungsrelevanter Software gehört zur Verfahrensdokumentation, welcher Programmstand eingesetzt wurde. Eine Nummer, die je Betriebssystem etwas anderes bedeutet, macht diese Angabe wertlos.
Vertrauen. Ein Kunde, der zwei Nummern für dasselbe Produkt sieht, fragt sich zu Recht, was sonst noch auseinanderläuft.
Die Behebung
Die Nummer wird jetzt an genau einer Stelle im Programmcode geführt. Das Setup-Skript besitzt keine eigene Zahl mehr, sondern bekommt sie beim Bauen übergeben; ohne Übergabe fällt es auf denselben Vorgabewert zurück. Der Dateiname des erzeugten Setups trägt die Version, sodass ein Paket auch nach dem Herunterladen zuzuordnen ist.
Geprüft wird es nicht durch Hinsehen, sondern durch ein Werkzeug: Ein Lauf misst die Versionsquellen je Betriebssystem und schreibt sie in einen Bestandsbericht. Weichen sie ab, steht es dort – und zwar bevor jemand danach fragt.
Der allgemeine Punkt: Jede Zahl, die an zwei Stellen gepflegt wird, ist ein zukünftiger Widerspruch. Das gilt für Versionsnummern genauso wie für Steuersätze und Beitragsbemessungsgrenzen. Die Antwort ist in allen Fällen dieselbe: eine Quelle, aus der alles Übrige abgeleitet wird.
Was Redaktionen daraus mitnehmen können
Eine einfache Prüffrage für jeden Anbieter mit mehreren Plattformen: Nennt die Software unter Windows, macOS und Linux dieselbe Versionsnummer für denselben Bauzustand? Und: Steht die Nummer im Dateinamen des Downloads?
Beide Fragen sind in zwei Minuten beantwortet. Sie sagen mehr über die Auslieferungsdisziplin eines Herstellers aus als jede Zertifizierung.
Zahlen und Belege
| Fehlerbild | abweichende Versionsnummer je Betriebssystem |
|---|---|
| Ursache | zweite, fest eingetragene Nummer im Windows-Setup-Skript |
| Behebung | eine Quelle im Programmcode, Übergabe an das Setup beim Bauen |
| Kontrolle | Bestandsbericht misst die Versionsquellen je Betriebssystem |
| Gemessener Stand am 06.09.2026 | 1.0.0 in allen geprüften Quellen |
Ein Absatz zum Übernehmen
„Jede Zahl, die an zwei Stellen gepflegt wird, ist ein zukünftiger Widerspruch. Das gilt für die Versionsnummer genauso wie für einen Beitragssatz. Die Antwort ist immer dieselbe: eine Quelle, aus der alles Übrige abgeleitet wird.“
PilotOS, Herstellerangabe · Stand 6. September 2026
Quellenangabe zum Mitkopieren:
Quelle: PilotOS, https://pilotsuite.de/presse-einheitliche-version-alle-systeme.html (Stand 06.09.2026)
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