3.500 € brutto kosten dich
keine 3.500 €.
Zwischen dem Betrag im Arbeitsvertrag und dem, was dein Konto verlässt, liegen je nach Branche 21 bis 28 %. Und danach kommt die teurere Frage: Wie viele der bezahlten Stunden sind überhaupt abrechenbar?
Kurz gesagt: Zu jedem Bruttogehalt kommen die hälftig getragenen Beiträge zur Kranken- (14,6 % plus Zusatzbeitrag), Pflege- (3,6 %), Renten- (18,6 %) und Arbeitslosenversicherung (2,6 %) sowie die allein vom Arbeitgeber getragene Insolvenzgeldumlage (0,15 %), die Umlagen U1 und U2 nach § 7 AAG und der Beitrag zur Berufsgenossenschaft. Allein die hälftigen Sozialversicherungsbeiträge samt Insolvenzgeldumlage ergeben rund 21,3 %; mit U1, U2 und dem Beitrag zur Berufsgenossenschaft sind es je nach Branche und Kasse 24 bis 28 %. Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen von 5.812,50 € (Kranken/Pflege) und 8.450 € (Rente/Arbeitslosen) im Monat steigen die Beiträge nicht weiter. Die entscheidende Kennzahl ist aber nicht der Monatsbetrag, sondern die Kosten je produktiver Stunde: Urlaub, Feiertage, Krankheit und Schulung werden bezahlt, aber nicht abgerechnet. Stand: 06.09.2026.
Beitragssätze 2026 aus der Rechtswerte-Referenz von PilotOS, zuletzt geprüft am 05.09.2026: Krankenversicherung 14,6 % (§ 241 SGB V), Zusatzbeitrag im Durchschnitt 2,9 % (§ 242 SGB V, seit 2019 hälftig getragen), Pflege 3,6 % (§ 55 SGB XI), Rente 18,6 % (§ 158 SGB VI), Arbeitslosenversicherung 2,6 % (§ 341 SGB III), Insolvenzgeldumlage 0,15 % (§ 358 SGB III), U1 2,10 % und U2 0,44 % (§ 7 AAG, kassenabhängig). Beitragsbemessungsgrenzen 2026: 5.812,50 € monatlich für Kranken- und Pflegeversicherung, 8.450 € für Renten- und Arbeitslosenversicherung. Der Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung trägt der Arbeitnehmer allein und ist deshalb hier nicht enthalten.
Alle hier verwendeten Rechtswerte mit Gültigkeit, Norm und Prüfdatum stehen offen im Register – Stand der Rechtswerte.
Was ein Mitarbeiter wirklich kostet
Die Zahl im Arbeitsvertrag ist nicht die Zahl, die dein Konto verlässt. Zwischen beiden liegen je nach Branche 21 bis 28 % Arbeitgeberanteile – und danach kommt die Frage, die noch teurer ist: Wie viele der bezahlten Stunden sind überhaupt produktiv?
Die drei Ebenen
Erste Ebene: das Bruttogehalt. Was im Vertrag steht. Zweite Ebene: die Arbeitgeberanteile. Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung zur Hälfte, dazu Insolvenzgeldumlage, die Umlagen U1 und U2 sowie der Beitrag zur Berufsgenossenschaft – letzterer stark branchenabhängig, im Büro unter 1 %, am Bau ein Vielfaches. Dritte Ebene: die produktive Stunde. Urlaub, Feiertage, Krankheit, Schulung und interne Zeiten werden bezahlt, aber nicht abgerechnet.
Was hier nicht drinsteht
Arbeitsplatz, Ausstattung, Software, Fahrzeug, Weiterbildung, Fluktuation und die Zeit, die eine Führungskraft für diese Person aufwendet. Diese Kosten sind real, aber betriebsindividuell – ein Rechner, der sie mit einer Pauschale hineinschätzt, produziert eine Zahl, die genau aussieht und falsch ist.
Die Rechnung, auf die es hinausläuft
Kosten je produktiver Stunde gegen den Stundensatz, den du dafür am Markt bekommst. Liegt die erste Zahl über der zweiten, ist die Einstellung keine Wachstumsentscheidung, sondern eine Wette auf später.
Arbeitgeberkosten-Rechner – Fragen und Antworten
Wie hoch sind die Arbeitgeberanteile 2026?
Zur Hälfte getragen werden: Krankenversicherung 14,6 % (§ 241 SGB V), der durchschnittliche Zusatzbeitrag von 2,9 % (§ 242 SGB V, seit 2019 hälftig), Pflegeversicherung 3,6 % (§ 55 SGB XI), Rentenversicherung 18,6 % (§ 158 SGB VI) und Arbeitslosenversicherung 2,6 % (§ 341 SGB III). Allein vom Arbeitgeber getragen werden die Insolvenzgeldumlage von 0,15 % (§ 358 SGB III), die Umlagen U1 und U2 nach § 7 AAG sowie der Beitrag zur Berufsgenossenschaft. Allein die hälftigen Beiträge samt Insolvenzgeldumlage ergeben rund 21,3 % Aufschlag. Mit U1, U2 und dem Beitrag zur Berufsgenossenschaft kommt man je nach Branche und Kasse auf 24 bis 28 % — am Bau deutlich mehr, weil der BG-Beitrag dort ein Vielfaches des Bürosatzes beträgt.
Stand
Was ist die Umlage U1 und wer zahlt sie?
Die U1 finanziert die Erstattung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und gilt nur für Betriebe mit in der Regel bis zu 30 Beschäftigten. Der Satz hängt von der Krankenkasse und dem gewählten Erstattungssatz ab; 2,10 % ist ein gängiger Ausgangswert. Die U2 für Mutterschaftsaufwendungen zahlen alle Arbeitgeber, unabhängig von der Betriebsgröße.
Stand
Warum ist Sachsen anders?
In Sachsen tragen Beschäftigte einen höheren Anteil an der Pflegeversicherung, weil dort statt eines Feiertags kein Ausgleich geschaffen wurde. Der Arbeitgeberanteil liegt deshalb bei 1,3 % statt 1,8 % — für den Arbeitgeber also günstiger, für den Beschäftigten teurer.
Stand
Was bewirken die Beitragsbemessungsgrenzen?
Oberhalb der Grenze steigen die Beiträge nicht weiter. 2026 liegen sie bei 5.812,50 € monatlich für Kranken- und Pflegeversicherung und bei 8.450 € für Renten- und Arbeitslosenversicherung. Bei hohen Gehältern sinkt der prozentuale Aufschlag deshalb spürbar — der Rechner berücksichtigt das.
Stand
Warum rechnet ihr mit produktiven Stunden?
Weil die bezahlten Stunden nicht die abrechenbaren sind. Urlaub, Feiertage, Krankheit, Schulungen und interne Arbeit werden bezahlt, bringen aber keinen Umsatz. Bei 1.700 bezahlten Stunden und 75 % produktivem Anteil bleiben 1.275 Stunden, auf die sich die vollen Jahreskosten verteilen — das ist die Zahl, die man gegen den erzielbaren Stundensatz hält.
Stand
Welche Kosten fehlen in dieser Rechnung?
Arbeitsplatz, Ausstattung, Software-Lizenzen, Fahrzeug, Weiterbildung, Fluktuationskosten und die Führungszeit. Die sind real, aber betriebsindividuell. Wir schätzen sie hier bewusst nicht pauschal hinzu — eine Zahl, die genau aussieht und geraten ist, ist schlechter als eine, deren Grenzen benannt sind.
Stand
Ist der Zuschlag für Kinderlose enthalten?
Nein, denn er betrifft den Arbeitgeber nicht. Den Beitragszuschlag in der Pflegeversicherung für kinderlose Beschäftigte ab 23 Jahren trägt der Beschäftigte allein.
Stand
Rechnet PilotOS das aus meinen echten Zahlen?
Ja. Die Lohnabrechnung kennt Gehälter, Kassen, Umlagesätze und den Beitrag zur Berufsgenossenschaft. Personalkosten stehen dann in derselben Auswertung wie Umsatz und Deckungsbeitrag — ohne Export in ein zweites Programm.
Stand
Mit deinen echten Zahlen weiterrechnen
Dieser Rechner arbeitet mit den Annahmen, die du eingetippt hast. PilotOS rechnet dieselbe Formel über deine tatsächlichen Buchungen – lokal auf deinem Rechner, ohne dass eine Zahl das Haus verlässt.
Gehört zur Gruppe Personal & Lohn (4 Rechner). Passend dazu im Programm: Lohnabrechnung · Zeiterfassung am Handy
Der Free-Tarif ist dauerhaft kostenlos. Kein Konto nötig, um die Rechner zu benutzen.