Wiedereinstiegs-Coaching nach Elternzeit mit Arbeitgeber-Finanzierung
Strukturiertes Coaching für den beruflichen Wiedereinstieg nach Elternzeit, finanziert vom Arbeitgeber als Teil des betrieblichen Wiedereingliederungsprogramms.
Gute AussichtenüberregionalZielgruppe: Frauen vor dem Wiedereinstieg, Arbeitgeber mit Diversity-ProgrammenStart: 1.500–3.500 €Ertrag: Honorar je Coaching-Paket, meist vom Arbeitgeber bezahlt
Warum das trägt
Viele Arbeitgeber wollen Rückkehrerinnen halten, haben aber kein eigenes Programm dafür. Ein fertiges, buchbares Coaching-Paket ist für die Personalabteilung leichter zu genehmigen als ein internes Projekt.
Umsetzung
- Kompaktes Programm aus drei bis vier Sitzungen für die Zeit vor und nach der Rückkehr entwickeln
- Personalabteilungen mittelständischer Unternehmen direkt als Auftraggeber ansprechen, nicht die einzelne Rückkehrerin
- Referenzfall mit einem Unternehmen aus dem eigenen Netzwerk aufbauen
- Ergebnis in konkreten Kennzahlen (Zeit bis zur vollen Wiederaufnahme, Verbleib nach 12 Monaten) dokumentieren
- Über IHK-Netzwerke und Frauenwirtschaftsverbände weitere Unternehmen gewinnen
Kalkulation (Beispielrechnung)
Beispielrechnung: 4 Coaching-Paketen/Monat à 650 € Umsatz − 160 € variable Kosten − 400 € Fixkosten = 2040 € Überschuss/Monat.
Break-even (Beispielrechnung): 2500 € Startkosten ÷ 2040 € Überschuss/Monat ≈ 2 Monate ab Erreichen dieser Auslastung.
Mini-Businessplan
- Geschäftsmodell: B2B-Honorar je Coaching-Paket, vom Arbeitgeber getragen
- Zielmarkt: mittelständische Unternehmen mit Diversity- oder Rückkehrprogrammen, regional
- Vertrieb: Personalabteilungen direkt, IHK, Frauenwirtschaftsverbände
- Kostenstruktur: gering, im Wesentlichen die eigene Beratungszeit
- Finanzierung: nebenberuflich ohne Anfangsinvestition startbar
Passende PilotOS-Module: Gründungspilot, Preiskalkulation, E-Rechnung & Faktura
Der Haken: Verkauf an die Personalabteilung, nicht an die Betroffene: Der Nutzen muss in Unternehmenskennzahlen übersetzt werden, sonst bleibt das Budget aus — reine Empathie-Argumente überzeugen Einkaufsabteilungen selten.
Kinderbetreuung während Gründerinnen- und Netzwerktreffen
Qualifizierte, kurzfristig buchbare Kinderbetreuung direkt am Veranstaltungsort von Gründerinnen-Netzwerktreffen und Fachkonferenzen.
Machbar mit EinschraenkungüberregionalZielgruppe: Veranstalter von Gründerinnen-Netzwerken, Kammern, VerbändeStart: 2.000–5.000 €Ertrag: Pauschale je Betreuungstag und Veranstaltung
Warum das trägt
Fehlende Kinderbetreuung ist einer der häufigsten Gründe, warum Mütter Networking-Termine absagen. Ein Betreuungsangebot direkt vor Ort macht aus einer Absage eine Teilnahme — und aus dem Veranstalter einen Wiederholungskunden.
Umsetzung
- Erweiterte Führungszeugnisse für alle Betreuungskräfte einholen, bevor der erste Auftrag angenommen wird
- Mobiles Betreuungs-Set (Spielmaterial, Erste-Hilfe-Ausrüstung) für wechselnde Veranstaltungsorte zusammenstellen
- Veranstalter von Gründerinnen-Netzwerken und Wirtschaftsförderungen direkt ansprechen
- Betreuungsschlüssel und Altersgruppen vorab mit dem Veranstalter klar vereinbaren
- Nach dem ersten Einsatz als feste Zusatzleistung in die Eventplanung des Veranstalters aufnehmen lassen
Kalkulation (Beispielrechnung)
Beispielrechnung: 6 Betreuungstagen/Monat à 320 € Umsatz − 360 € variable Kosten − 400 € Fixkosten = 1160 € Überschuss/Monat.
Break-even (Beispielrechnung): 3000 € Startkosten ÷ 1160 € Überschuss/Monat ≈ 3 Monate ab Erreichen dieser Auslastung.
Mini-Businessplan
- Geschäftsmodell: Pauschale je Veranstaltung, buchbar als Eventzusatzleistung
- Zielmarkt: Veranstalter von Gründerinnen- und Wirtschaftsnetzwerken, regional
- Vertrieb: Wirtschaftsförderungen, Kammern, Gründerinnenzentren
- Kostenstruktur: qualifiziertes Betreuungspersonal als Hauptkosten
- Finanzierung: nebenberuflich startbar, Skalierung über mehr Betreuungskräfte
Passende PilotOS-Module: Gründungspilot, Preiskalkulation, Lohnabrechnung
Der Haken: Betreuungsschlüssel und Aufsichtspflicht sind unabhängig vom Veranstaltungsort streng geregelt — bei kurzfristigem Personalausfall gibt es keine improvisierte Lösung, das Risiko eines Betreuungsabbruchs trägt der Anbieter allein.
Finanzierungslotsin für Gründerinnen-Förderprogramme
Beratung zu speziell für Gründerinnen zugeschnittenen Förderprogrammen (Landesprogramme, ESF-Plus-Mittel, Mikromezzaninfonds), die vielen Gründerinnen unbekannt sind.
Machbar mit EinschraenkungüberregionalZielgruppe: Gründerinnen mit Kapitalbedarf und wenig SicherheitenStart: 1.500–3.500 €Ertrag: Beratungshonorar, teils Erfolgsanteil bei bewilligter Förderung
Warum das trägt
Frauen erhalten statistisch seltener klassische Bankkredite für Gründungen, doch es existieren gezielte Förderprogramme, die kaum bekannt sind. Wer diese Lücke zwischen Bedarf und Programmwissen schließt, verkauft Zugang zu Geld, das sonst ungenutzt bliebe.
Umsetzung
- Sich systematisch mit frauenspezifischen Förderprogrammen auf Bundes- und Landesebene vertraut machen
- Vorprüfungs-Fragebogen entwickeln, der in kurzer Zeit die passenden Programme filtert
- Erste Fälle über Gründerinnenzentren und Wirtschaftsförderungen als Referenz begleiten
- Klare Abgrenzung zur Finanzberatung nach dem Kreditwesengesetz einhalten
- Über Kammern und Gründerinnennetzwerke als spezialisierte Anlaufstelle bekannt werden
Kalkulation (Beispielrechnung)
Beispielrechnung: 5 Beratungen/Monat à 380 € Umsatz − 100 € variable Kosten − 350 € Fixkosten = 1450 € Überschuss/Monat.
Break-even (Beispielrechnung): 2000 € Startkosten ÷ 1450 € Überschuss/Monat ≈ 2 Monate ab Erreichen dieser Auslastung.
Mini-Businessplan
- Geschäftsmodell: Beratungshonorar, optional Erfolgsanteil bei Bewilligung
- Zielmarkt: Gründerinnen mit Kapitalbedarf, bundesweit erreichbar
- Vertrieb: Gründerinnenzentren, Wirtschaftsförderungen, Kammern
- Kostenstruktur: gering, laufende Weiterbildung als wiederkehrender Aufwand
- Finanzierung: nebenberuflich ohne Anfangsinvestition startbar
Passende PilotOS-Module: Gründungspilot, Preiskalkulation, E-Rechnung & Faktura
Der Haken: Programme und Fristen ändern sich häufig — ein veralteter Wissensstand führt zu abgelehnten Anträgen und beschädigt den Ruf schnell; laufende Weiterbildung ist keine Kür, sondern Voraussetzung.
Gehalts- und Honorarverhandlungstraining für Frauen
Praxisnahes Verhandlungstraining speziell für Gehalts- und Honorargespräche, mit Rollenspielen anhand echter Verhandlungssituationen der Teilnehmerinnen.
Gute AussichtenüberregionalZielgruppe: Angestellte und Selbstständige FrauenStart: 2.000–5.000 €Ertrag: Honorar je Workshop, gebucht von Unternehmen oder Teilnehmerinnen selbst
Warum das trägt
Der Gender Pay Gap ist strukturell auch eine Frage unterschiedlicher Verhandlungssozialisation. Ein Training, das konkrete Formulierungen und Szenarien übt statt nur zu motivieren, liefert einen Unterschied, den Teilnehmerinnen direkt in ihrem nächsten Gespräch nutzen.
Umsetzung
- Rollenspiel-Szenarien für die häufigsten Verhandlungssituationen entwickeln (Gehalt, Honorar, Beförderung)
- Sowohl offene Workshops für Einzelpersonen als auch firmeninterne Formate anbieten
- Mit einem Unternehmen aus dem eigenen Netzwerk als internem Pilotformat starten
- Vorher-Nachher-Selbsteinschätzung der Teilnehmerinnen als Erfolgsmessung nutzen
- Über Frauennetzwerke, Berufsverbände und Personalabteilungen wachsen
Kalkulation (Beispielrechnung)
Beispielrechnung: 4 Workshops/Monat à 580 € Umsatz − 120 € variable Kosten − 400 € Fixkosten = 1800 € Überschuss/Monat.
Break-even (Beispielrechnung): 2500 € Startkosten ÷ 1800 € Überschuss/Monat ≈ 2 Monate ab Erreichen dieser Auslastung.
Mini-Businessplan
- Geschäftsmodell: Honorar je Workshop, offen oder firmenintern buchbar
- Zielmarkt: Angestellte und Selbstständige Frauen, Unternehmen mit Diversity-Budget
- Vertrieb: Frauennetzwerke, Berufsverbände, Personalabteilungen
- Kostenstruktur: gering, im Wesentlichen Vorbereitungszeit und Material
- Finanzierung: nebenberuflich ohne Anfangsinvestition startbar
Passende PilotOS-Module: Gründungspilot, Preiskalkulation, E-Rechnung & Faktura
Der Haken: Wirkung ist individuell schwer messbar: Ob ein höheres Gehalt tatsächlich auf das Training zurückzuführen ist, lässt sich nie eindeutig belegen — das erschwert es, den Preis mit harten Zahlen zu rechtfertigen.
Sicherheits-Fahrdienst für Frauen nach Spätschicht
Organisierter Fahrdienst speziell für Frauen, die nach Spätschicht oder abends allein unterwegs wären — mit geprüften Fahrerinnen und fester Routenerfassung.
Machbar mit EinschraenkunglokalZielgruppe: Berufstätige Frauen in Schicht- oder SpätdienstStart: 8.000–14.000 €Ertrag: Preis je Fahrt oder Monatsabo für feste Strecken
Warum das trägt
Das subjektive Sicherheitsgefühl auf dem Nachhauseweg ist für viele Frauen ein echter, alltäglicher Stressfaktor — ein spezialisierter, verlässlicher Fahrdienst löst ein konkretes Problem, das reguläre Taxidienste nicht gezielt adressieren.
Umsetzung
- Fahrerinnen mit Personenbeförderungsschein und polizeilichem Führungszeugnis einstellen
- Feste Kooperationen mit Betrieben mit Schichtdienst (Kliniken, Callcenter, Produktionsbetriebe) aufbauen
- Live-Standortfreigabe und feste Ankunftsbestätigung als Sicherheitsmerkmal einrichten
- Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz für den gewerblichen Fahrdienst einholen
- Monatsabo für Vielfahrerinnen mit festen Strecken anbieten, um planbaren Umsatz zu sichern
Kalkulation (Beispielrechnung)
Beispielrechnung: 30 Fahrten/Monat à 50 € Umsatz − 360 € variable Kosten − 500 € Fixkosten = 640 € Überschuss/Monat.
Break-even (Beispielrechnung): 9000 € Startkosten ÷ 640 € Überschuss/Monat ≈ 15 Monate ab Erreichen dieser Auslastung.
Mini-Businessplan
- Geschäftsmodell: Preis je Fahrt oder Monatsabo für Vielfahrerinnen
- Zielmarkt: berufstätige Frauen in Schichtdiensten, lokal begrenzt
- Vertrieb: Betriebe mit Schichtdienst als Kooperationspartner, direkte Ansprache
- Kostenstruktur: Fahrzeuge und Personal als Hauptkosten, PBefG-Konzession als Einstiegshürde
- Finanzierung: Fahrzeuge meist über Kredit oder Leasing
Passende PilotOS-Module: Gründungspilot, Fahrtenbuch, Lohnabrechnung, Preiskalkulation
Der Haken: Genehmigungspflicht nach dem Personenbeförderungsgesetz: Ohne Konzession für den gewerblichen Personenverkehr ist der Betrieb illegal — die Genehmigung, Fahrzeuganforderungen und Versicherung müssen vor dem ersten Fahrgast stehen.
Rückkehr-Mentoring für Frauen nach Führungspause
Individuelles Mentoring für Frauen, die nach einer beruflichen Pause in eine Führungsposition zurückkehren wollen, durch erfahrene ehemalige Führungskräfte.
Machbar mit EinschraenkungüberregionalZielgruppe: Frauen vor der Rückkehr in FührungspositionenStart: 1.500–3.500 €Ertrag: Honorar je Mentoring-Paket
Warum das trägt
Der Wiedereinstieg in Führung nach einer Pause ist fachlich selten das Problem, sondern die fehlende aktuelle Einbindung in Entscheidungsstrukturen. Ein Mentoring durch jemanden, der diesen Übergang selbst gemacht hat, liefert genau diese Orientierung.
Umsetzung
- Pool erfahrener ehemaliger Führungskräfte als Mentorinnen aufbauen und schulen
- Strukturiertes Mentoring-Programm mit klaren Meilensteinen über drei bis sechs Monate entwickeln
- Erste Kooperationen mit Unternehmen für firmenfinanzierte Programme aufbauen
- Matching-Prozess zwischen Mentorin und Mentee sorgfältig gestalten, nicht zufällig zuordnen
- Über Frauennetzwerke und Alumni-Verbände von Business Schools wachsen
Kalkulation (Beispielrechnung)
Beispielrechnung: 4 Mentoring-Paketen/Monat à 480 € Umsatz − 100 € variable Kosten − 350 € Fixkosten = 1470 € Überschuss/Monat.
Break-even (Beispielrechnung): 2000 € Startkosten ÷ 1470 € Überschuss/Monat ≈ 2 Monate ab Erreichen dieser Auslastung.
Mini-Businessplan
- Geschäftsmodell: Honorar je Mentoring-Paket, teils firmenfinanziert
- Zielmarkt: Frauen vor Führungsrückkehr, bundesweit erreichbar
- Vertrieb: Frauennetzwerke, Alumni-Verbände, Personalabteilungen
- Kostenstruktur: Vergütung der Mentorinnen als Hauptkosten
- Finanzierung: nebenberuflich startbar, Skalierung über den Mentorinnen-Pool
Passende PilotOS-Module: Gründungspilot, Preiskalkulation, E-Rechnung & Faktura
Der Haken: Qualität hängt vollständig von der Mentorin ab: Ein schlechtes Matching beschädigt das Vertrauen in das ganze Programm — die Auswahl und Schulung der Mentorinnen braucht mehr Sorgfalt, als das Geschäftsmodell auf den ersten Blick verlangt.
Mikrokredit-Vermittlung für Kleinstgründerinnen ohne Sicherheiten
Vermittlung und Antragsbegleitung zu Mikrokreditfonds und Startgeld-Programmen für Gründerinnen ohne klassische Kreditsicherheiten.
Machbar mit EinschraenkungüberregionalZielgruppe: Kleinstgründerinnen ohne Eigenkapital oder SicherheitenStart: 2.000–4.000 €Ertrag: Vermittlungshonorar, teils Erfolgsanteil bei Kreditvergabe
Warum das trägt
Klassische Banken lehnen Kleinstkredite ohne Sicherheiten häufig ab, obwohl spezialisierte Mikrokreditfonds genau dafür existieren. Wer den Zugang zu diesen Programmen organisiert, schließt eine reale Finanzierungslücke.
Umsetzung
- Sich mit den bundesweiten Mikrokreditfonds und deren Antragsvoraussetzungen vertraut machen
- Businessplan-Vorlage speziell für die Anforderungen dieser Fonds entwickeln
- Erste Anträge zum reduzierten Honorar begleiten, um Erfolgsquote als Referenz aufzubauen
- Klare Abgrenzung zur Anlage- und Kreditberatung nach dem Kreditwesengesetz einhalten
- Über Gründerinnenzentren und Wohlfahrtsverbände als Anlaufstelle bekannt werden
Kalkulation (Beispielrechnung)
Beispielrechnung: 5 Vermittlungen/Monat à 450 € Umsatz − 150 € variable Kosten − 400 € Fixkosten = 1700 € Überschuss/Monat.
Break-even (Beispielrechnung): 3500 € Startkosten ÷ 1700 € Überschuss/Monat ≈ 3 Monate ab Erreichen dieser Auslastung.
Mini-Businessplan
- Geschäftsmodell: Vermittlungshonorar, optional Erfolgsanteil
- Zielmarkt: Kleinstgründerinnen ohne Sicherheiten, bundesweit
- Vertrieb: Gründerinnenzentren, Wohlfahrtsverbände, Jobcenter-Kooperationen
- Kostenstruktur: gering, im Wesentlichen Beratungszeit
- Finanzierung: nebenberuflich ohne Anfangsinvestition startbar
Passende PilotOS-Module: Gründungspilot, Preiskalkulation, E-Rechnung & Faktura
Der Haken: Erlaubnisgrenze: Reine Vermittlung und Antragsbegleitung ist zulässig, eine darüberhinausgehende Finanzberatung mit Empfehlungscharakter kann erlaubnispflichtig nach dem Kreditwesengesetz werden — die Grenze muss vorab anwaltlich geklärt sein.
Frauen-Coworking mit Kinderbetreuung vor Ort
Coworking-Space speziell mit angeschlossener, stundenweise buchbarer Kinderbetreuung, damit Mütter arbeiten können, ohne Betreuung separat organisieren zu müssen.
Machbar mit EinschraenkunglokalZielgruppe: Selbstständige und angestellte Mütter im HomeofficeStart: 20.000–40.000 €Ertrag: Tages- oder Monatspauschale je Arbeitsplatz plus Betreuungsstunden
Warum das trägt
Fehlende kurzfristige Kinderbetreuung ist für viele Mütter der Grund, konzentriertes Arbeiten außer Haus gar nicht erst zu versuchen. Ein Ort, der beides kombiniert, schließt eine Lücke, die kein reiner Coworking-Anbieter und keine reine Kita bedient.
Umsetzung
- Räume mit getrennten, aber nah beieinanderliegenden Arbeits- und Betreuungsbereichen anmieten
- Betreuungskräfte mit erweitertem Führungszeugnis und pädagogischer Qualifikation einstellen
- Flexible, stundenweise Buchung von Betreuung statt fester Ganztagsplätze anbieten
- Kooperation mit lokalen Unternehmen für Firmenmitgliedschaften aufbauen
- Klein starten mit einer Betreuungsgruppe, erst bei Auslastung erweitern
Kalkulation (Beispielrechnung)
Beispielrechnung: 14 Coworking-Tagen/Monat à 220 € Umsatz − 280 € variable Kosten − 700 € Fixkosten = 2100 € Überschuss/Monat.
Break-even (Beispielrechnung): 4000 € Startkosten ÷ 2100 € Überschuss/Monat ≈ 2 Monate ab Erreichen dieser Auslastung.
Mini-Businessplan
- Geschäftsmodell: Coworking-Pauschale plus separat abgerechnete Betreuungsstunden
- Zielmarkt: selbstständige und angestellte Mütter im Homeoffice, lokal
- Vertrieb: lokale Unternehmen als Firmenmitgliedschaft, Mütter-Netzwerke, Kitas als Verweiser
- Kostenstruktur: Raummiete und Betreuungspersonal als Hauptkosten
- Finanzierung: Anschubinvestition meist über Kredit oder Förderprogramm für Gründerinnen
Passende PilotOS-Module: Gründungspilot, Kasse mit TSE & Kassenbuch, Lohnabrechnung, Preiskalkulation
Der Haken: Hohe Fixkosten durch Raummiete und qualifiziertes Betreuungspersonal von Anfang an — die Auslastung muss schnell steigen, sonst trägt der Umsatz die laufenden Kosten nicht.
IT-Grundlagen-Bootcamp für Wiedereinsteigerinnen in MINT-Berufen
Kompaktes Bootcamp, das Frauen mit MINT-Vorbildung nach längerer Pause den technischen Anschluss an aktuelle Werkzeuge und Arbeitsweisen zurückgibt.
Machbar mit EinschraenkungüberregionalZielgruppe: Frauen mit MINT-Ausbildung vor dem beruflichen WiedereinstiegStart: 2.500–6.000 €Ertrag: Kursgebühr je Teilnehmerin, teils über Bildungsgutschein finanzierbar
Warum das trägt
Wer Jahre pausiert hat, braucht keine Grundausbildung, sondern ein gezieltes Update auf aktuelle Werkzeuge und Arbeitsweisen. Ein Bootcamp genau für diese Zwischenposition wird von klassischen Umschulungen nicht bedient.
Umsetzung
- Lehrplan auf den Stand nach mehrjähriger Pause zuschneiden, nicht auf komplette Neueinsteiger
- Prüfen, ob das Angebot als Maßnahme nach dem Bildungsgutschein der Arbeitsagentur zertifizierbar ist
- Kleine Kohorten für persönliche Betreuung und Erfahrungsaustausch untereinander bilden
- Kooperation mit Unternehmen für anschließende Praktikums- oder Einstiegsplätze aufbauen
- Über Frauennetzwerke in MINT-Berufen und Arbeitsagenturen bekannt werden
Kalkulation (Beispielrechnung)
Beispielrechnung: 8 Teilnehmerinnen/Monat à 320 € Umsatz − 200 € variable Kosten − 450 € Fixkosten = 1910 € Überschuss/Monat.
Break-even (Beispielrechnung): 2500 € Startkosten ÷ 1910 € Überschuss/Monat ≈ 2 Monate ab Erreichen dieser Auslastung.
Mini-Businessplan
- Geschäftsmodell: Kursgebühr je Teilnehmerin, optional über Bildungsgutschein
- Zielmarkt: Frauen mit MINT-Ausbildung vor dem Wiedereinstieg, regional
- Vertrieb: Frauennetzwerke, Arbeitsagenturen, MINT-Verbände
- Kostenstruktur: Kursmaterial und Raummiete, moderat
- Finanzierung: nebenberuflich startbar, Zertifizierung als spätere Ausbaustufe
Passende PilotOS-Module: Gründungspilot, Preiskalkulation, E-Rechnung & Faktura
Der Haken: Zertifizierung als Bildungsmaßnahme ist aufwendig und dauert Monate — ohne sie bleibt nur die Zielgruppe der Selbstzahlerinnen, was den erreichbaren Markt deutlich verkleinert.
Selbstbehauptungskurse als Firmenangebot für Frauen in Schichtarbeit
Praxisorientierte Selbstbehauptungs- und Deeskalationskurse für Frauen in Berufen mit Publikumsverkehr oder Alleinarbeit in Randzeiten, gebucht von Arbeitgebern.
Machbar mit EinschraenkungüberregionalZielgruppe: Betriebe mit Frauen in Schicht- oder Alleinarbeit (Einzelhandel, Pflege, ÖPNV)Start: 2.000–5.000 €Ertrag: Honorar je Kurstermin, vom Arbeitgeber als Fortbildung finanziert
Warum das trägt
Arbeitgeber tragen eine Fürsorgepflicht gegenüber Beschäftigten in potenziell riskanten Arbeitssituationen. Ein konkretes, buchbares Training ist für sie leichter zu rechtfertigen als abstrakte Sicherheitsversprechen.
Umsetzung
- Kurskonzept mit realistischen Deeskalations- und Selbstbehauptungsübungen entwickeln
- Arbeitsschutz- und Personalabteilungen als Auftraggeber ansprechen, nicht die einzelnen Beschäftigten
- Zusammenarbeit mit Betriebsräten für die Legitimation des Angebots im Betrieb suchen
- Kurszertifikat als nachweisbare Fortbildungsmaßnahme für den Arbeitgeber gestalten
- Über Berufsgenossenschaften und Branchenverbände (Einzelhandel, Pflege) wachsen
Kalkulation (Beispielrechnung)
Beispielrechnung: 6 Kursterminen/Monat à 380 € Umsatz − 120 € variable Kosten − 400 € Fixkosten = 1760 € Überschuss/Monat.
Break-even (Beispielrechnung): 2000 € Startkosten ÷ 1760 € Überschuss/Monat ≈ 2 Monate ab Erreichen dieser Auslastung.
Mini-Businessplan
- Geschäftsmodell: B2B-Honorar je Kurstermin, arbeitgeberfinanziert
- Zielmarkt: Betriebe mit Frauen in Schicht- oder Alleinarbeit, regional
- Vertrieb: Arbeitsschutz- und Personalabteilungen, Berufsgenossenschaften
- Kostenstruktur: gering, im Wesentlichen Trainerhonorar und Räume
- Finanzierung: nebenberuflich ohne Anfangsinvestition startbar
Passende PilotOS-Module: Gründungspilot, Preiskalkulation, E-Rechnung & Faktura
Der Haken: Verkauf läuft über den Arbeitsschutz-Etat, nicht über Interesse Einzelner — ohne einen Auftraggeber mit dokumentierter Fürsorgepflicht bleibt die Zielgruppe auf freiwillige Selbstzahlerinnen beschränkt, was die Marge drückt.