Betriebsnachfolge-Scout für Handwerksbetriebe
Vermittlung zwischen Handwerksmeistern ohne Nachfolger und übernahmewilligen Gesellen — inklusive Aufbereitung der Zahlen für die Bank.
Gute AussichtenlokalZielgruppe: Betriebsinhaber ab 58, übernahmewillige GesellenStart: 500–2.000 €Ertrag: Erfolgshonorar je Vermittlung plus Beratungsstunden
Warum das trägt
Die Übergabewelle im Handwerk ist demografisch gesetzt und läuft seit Jahren. Kammern führen Börsen, aber niemand macht die eigentliche Arbeit: den Betrieb bewertungsfähig aufbereiten und zwei Menschen zusammenbringen, die sich sonst nie treffen.
Umsetzung
- Kontakt zur Handwerkskammer und zu zwei Innungen aufbauen, ihre Nachfolgebörse ansehen
- Zehn Betriebe mit Inhabern über 58 anschreiben — nicht per Serienbrief, sondern persönlich
- Für den ersten Betrieb kostenlos eine Übergabemappe erstellen: Zahlen, Kundenstamm, Anlagen, Mietvertrag
- Diese Mappe als Muster für alle weiteren nutzen und ein Erfolgshonorar vereinbaren
- Kooperation mit einem Steuerberater für die Bewertung — die machst du nicht selbst
Der Haken: Lange Vorlaufzeiten. Zwischen erstem Gespräch und Abschluss liegen oft ein bis zwei Jahre. Ohne laufendes Beratungshonorar überlebt das Modell die Anlaufphase nicht.
Digitalisierungs-Hausmeister für kleine Betriebe
Feste Monatspauschale dafür, dass bei Handwerkern und Praxen die Technik läuft: Backup, Updates, Drucker, Rechnungsprogramm, E-Rechnung.
Gute AussichtenlokalZielgruppe: Betriebe mit 2 bis 15 Mitarbeitern ohne eigene ITStart: 1.000–4.000 €Ertrag: Monatspauschale je Betrieb, planbar wiederkehrend
Warum das trägt
Diese Betriebe sind für IT-Systemhäuser zu klein und für sich selbst zu groß. Die E-Rechnungspflicht zwingt sie gerade jetzt zu Entscheidungen, die sie allein nicht treffen wollen. Wiederkehrende Einnahmen ab dem ersten Kunden.
Umsetzung
- Fünf Betriebe im Umkreis von zehn Kilometern ansprechen, die du persönlich kennst
- Beim ersten kostenlos einen Technik-Check machen und schriftlich festhalten, was fehlt
- Daraus ein Pauschalangebot bauen: feste Leistungen, feste Reaktionszeit, fester Monatspreis
- Fernwartung einrichten, damit nicht jede Kleinigkeit eine Anfahrt kostet
- Erst ab etwa fünfzehn Kunden über Mitarbeiter nachdenken
Der Haken: Erreichbarkeit. Wer eine Pauschale zahlt, ruft auch samstags an. Ohne klar vereinbarte Reaktionszeiten und Servicefenster wird das Modell zur Dauerbereitschaft.
Fördermittel-Lotse für Kleinbetriebe
Recherche, Antragsvorbereitung und Fristenüberwachung für Zuschüsse, die kleine Betriebe nie beantragen, weil sie sie nicht kennen.
Machbar mit EinschraenkungüberregionalZielgruppe: Betriebe unter 20 Mitarbeitern, Vereine, PraxenStart: 500–2.500 €Ertrag: Grundhonorar plus Erfolgsanteil an bewilligten Mitteln
Warum das trägt
Es gibt eine unüberschaubare Zahl von Bundes-, Landes- und kommunalen Programmen. Der Engpass ist nicht das Geld, sondern der Antrag. Das Modell funktioniert überregional per Videotermin.
Umsetzung
- Auf zwei Programmfamilien spezialisieren statt auf alle — etwa Digitalisierung und Energie
- Förderdatenbanken des Bundes und deines Landes systematisch auswerten und eine eigene Fristenliste führen
- Erste drei Anträge zum reinen Erfolgshonorar begleiten, um Referenzen zu bekommen
- Ein Vorprüfungsformular bauen, das in zehn Minuten sagt, ob sich der Antrag lohnt
- Bestandskunden jährlich auf neue Programme prüfen — daraus wird wiederkehrendes Geschäft
Der Haken: Rechtsdienstleistungsgesetz. Die Grenze zwischen zulässiger Antragsbegleitung und unerlaubter Rechtsberatung ist eng. Vor dem Start anwaltlich klären lassen, wo sie in deinem Fall verläuft.
Aufmaß- und Dokumentationsdienst für Handwerker
Aufmaß vor Ort, Fotodokumentation und Aufbereitung als Angebotsgrundlage — damit der Handwerker abends nicht mehr am Schreibtisch sitzt.
Machbar mit EinschraenkunglokalZielgruppe: Handwerksbetriebe mit hoher AngebotslastStart: 2.000–6.000 €Ertrag: Pauschale je Objekt oder Tagessatz
Warum das trägt
Angebote schreiben ist unbezahlte Zeit, und genau daran fehlt es im Handwerk. Wer das abnimmt, verkauft messbar zurückgewonnene Arbeitszeit, kein abstraktes Versprechen.
Umsetzung
- Zwei Gewerke auswählen, deren Aufmaß du sicher beherrschst — nicht alle
- Mit Lasermessgerät, Tablet und einer Aufmaß-App starten, keine Speziallösung kaufen
- Ersten Betrieb eine Woche kostenlos begleiten und die gewonnene Zeit messen
- Preis an dieser gemessenen Zeit ausrichten, nicht am eigenen Stundenwunsch
- Termine bündeln, damit die Fahrtzeit nicht den Ertrag frisst
Der Haken: Haftung. Ein falsches Aufmaß führt zu falschen Angeboten und zu Streit. Die Haftungsgrenzen gehören schriftlich in den Vertrag und in die Betriebshaftpflicht.
Termin- und Telefondienst für Ein-Personen-Betriebe
Erreichbarkeit für Selbstständige, die auf der Leiter, am Patienten oder im Kundengespräch stehen — mit echter Terminvergabe statt Anrufbeantworter.
Machbar mit EinschraenkungüberregionalZielgruppe: Handwerker, Therapeuten, Pflegedienste, KleinbetriebeStart: 500–3.000 €Ertrag: Monatspauschale nach Anrufvolumen
Warum das trägt
Der verpasste Anruf ist der verlorene Auftrag. Wer den Kalender des Kunden führen darf statt nur Zettel zu schreiben, wird schwer austauschbar.
Umsetzung
- Auf eine Branche festlegen, deren Fachsprache du beherrschst
- Rufnummernweiterleitung und einen gemeinsamen Kalender je Kunde einrichten
- Feste Servicezeiten vereinbaren statt Rund-um-die-Uhr zu versprechen
- Preis nach Anrufvolumen staffeln, nicht pauschal für alle
- Ab etwa zwanzig Kunden eine zweite Kraft für die Vertretung einplanen
Der Haken: Bindung. Du kannst nicht krank werden, solange du allein bist. Die Vertretung muss vor dem zwanzigsten Kunden stehen, nicht danach.
Umzugsbegleitung für Senioren mit Haushaltsauflösung
Kompletter Wechsel vom Haus in die kleinere Wohnung: sortieren, verkaufen, entsorgen, umziehen, einrichten — aus einer Hand.
Gute AussichtenlokalZielgruppe: Menschen über 75 und ihre Kinder, oft aus der FerneStart: 3.000–12.000 €Ertrag: Pauschale je Objekt plus Erlösanteil aus Verkäufen
Warum das trägt
Der Bedarf ist demografisch gesichert und die Angehörigen wohnen häufig weit weg. Bezahlt wird nicht die Arbeit, sondern die Entlastung — das ist ein anderer Preisrahmen als beim reinen Umzug.
Umsetzung
- Feste Partner suchen: Umzugsunternehmen, Entrümpler, Auktionshaus, Maler
- Ein festes Ablaufschema mit Checkliste entwickeln und beim ersten Auftrag erproben
- Angehörige zum Ansprechpartner machen — sie beauftragen und sie zahlen meist
- Wertgegenstände über einen Auktionator bewerten lassen, nie selbst schätzen
- Mit Sozialdiensten von Kliniken und mit Betreuungsvereinen vernetzen
Der Haken: Vertrauensfrage und Haftung. Du bewegst dich im Haus fremder Menschen zwischen Erinnerungsstücken und Wertsachen. Ohne lückenlose Dokumentation, klare Vollmacht und passende Versicherung ist das Modell gefährlich.
Nachhaltigkeits- und Energieberichte für kleine Zulieferer
Aufbereitung der Daten, die Großkunden inzwischen von ihren kleinen Lieferanten verlangen, bevor sie weiter bestellen.
Machbar mit EinschraenkungüberregionalZielgruppe: Zulieferbetriebe mit 10 bis 100 MitarbeiternStart: 1.000–5.000 €Ertrag: Projekthonorar plus jährliche Fortschreibung
Warum das trägt
Große Auftraggeber geben Berichtspflichten die Lieferkette hinunter weiter. Der kleine Zulieferer hat weder Personal noch Kenntnis dafür — und kann den Kunden nicht verlieren.
Umsetzung
- Eine Branche wählen, in der du die Prozesse verstehst
- Anforderungen von zwei bis drei großen Auftraggebern beschaffen und daraus eine Datenmaske bauen
- Ersten Bericht zum halben Preis erstellen und ihn als Muster verwenden
- Die jährliche Fortschreibung im ersten Vertrag mit vereinbaren
- Mit Energieberatern zusammenarbeiten statt deren Leistungen selbst anzubieten
Der Haken: Bewegliches Ziel. Anforderungen und Standards ändern sich laufend. Wer ein starres Muster verkauft, muss es innerhalb eines Jahres neu bauen.
Reparatur-Café als Betrieb statt als Ehrenamt
Werkstatt für Kleingeräte, Elektronik und Haushaltstechnik mit Festpreisen je Gerätegruppe statt Stundenabrechnung.
Machbar mit EinschraenkunglokalZielgruppe: Privathaushalte, Second-Hand-Käufer, VereineStart: 5.000–20.000 €Ertrag: Festpreis je Reparatur, Verkauf aufbereiteter Geräte
Warum das trägt
Reparieren ist gesellschaftlich gewollt und wirtschaftlich schwierig — genau deshalb ist der Wettbewerb dünn. Der Zweitverkauf aufbereiteter Geräte trägt die Marge, nicht die Reparatur allein.
Umsetzung
- Auf zwei Gerätegruppen festlegen, für die es Ersatzteile gibt
- Festpreise je Gruppe kalkulieren und offen aushängen — Stundenabrechnung schreckt ab
- Ersatzteilquellen und Diagnosegeräte vor dem ersten Kunden sichern
- Zweitverkauf aufbereiteter Geräte von Anfang an mitplanen
- Mit Wertstoffhof und Sozialkaufhaus über Zulieferung sprechen
Der Haken: Elektrosicherheit. Wer Elektrogeräte instand setzt und in Verkehr bringt, trägt Verantwortung nach dem Produktsicherheitsrecht. Prüfmittel, Prüfprotokolle und Versicherung sind Pflicht, nicht Kür.
Vermieter-Service für Kleinvermieter
Betreuung von ein bis fünf Wohnungen: Nebenkostenabrechnung, Handwerkerkoordination, Mieterwechsel — für Eigentümer, die keine Hausverwaltung finden.
Gute AussichtenlokalZielgruppe: Privateigentümer mit wenigen EinheitenStart: 500–3.000 €Ertrag: Monatspauschale je Einheit
Warum das trägt
Hausverwaltungen lehnen Kleinbestände ab, weil sie sich nicht lohnen. Genau dort ist der Bedarf hoch und der Wettbewerb praktisch nicht vorhanden. Wiederkehrende Einnahmen mit sehr geringer Kündigungsquote.
Umsetzung
- Mit fünf Einheiten aus dem eigenen Umfeld anfangen
- Nebenkostenabrechnung und Fristenkalender sauber aufsetzen — daran wird die Leistung gemessen
- Feste Handwerkerpartner mit vereinbarten Reaktionszeiten aufbauen
- Preis je Einheit und Monat, Sonderleistungen extra
- Erst wachsen, wenn die Abrechnung für alle Bestandseinheiten ohne Nacharbeit durchläuft
Der Haken: Rechtsberatungsgrenze. Mietrechtliche Auskünfte darfst du nicht erteilen. Ohne festen Anwaltspartner und klare Abgrenzung im Vertrag wird das schnell zum Problem.
Mobiler Reifen- und Räderwechsel beim Kunden
Wechsel und Einlagerung direkt an der Haustür oder auf dem Firmenparkplatz statt in der Werkstattschlange.
Machbar mit EinschraenkunglokalZielgruppe: Berufspendler, Fuhrparks kleiner Betriebe, SeniorenStart: 8.000–25.000 €Ertrag: Preis je Fahrzeug plus Einlagerungsgebühr je Saison
Warum das trägt
Die Nachfrage ist auf wenige Wochen im Frühjahr und Herbst konzentriert — das ist gleichzeitig die Schwäche und die Chance: Wer Firmenflotten bedient, arbeitet planbar statt im Ansturm. Die Einlagerung bringt wiederkehrende Einnahmen.
Umsetzung
- Fahrzeug, Wuchtmaschine, Drehmomentschlüssel und Lagerfläche kalkulieren, bevor du Preise nennst
- Zuerst Firmenflotten ansprechen, nicht Privatkunden — planbare Termine statt Spitzenlast
- Einlagerung mit dokumentierter Kennzeichnung und Nachweis anbieten
- Termine im Saisonfenster streng takten, Fahrtwege bündeln
- Außerhalb der Saison ein zweites Standbein einplanen
Der Haken: Saisonalität und Haftung. Zwei Stoßzeiten im Jahr tragen selten zwölf Monate Fixkosten. Und ein nicht nachgezogenes Rad ist ein Personenschaden — Drehmomentprotokoll und Haftpflicht sind zwingend.
Inventur-Dienst für kleine Einzelhändler und Gaststätten
Jährliche oder unterjährige Inventur mit Zähl-App und Auswertung als Fremdleistung — damit der Inhaber am Stichtag nicht selbst zählen muss.
Machbar mit EinschraenkunglokalZielgruppe: Einzelhändler, Gastronomen, kleine LagerbetriebeStart: 1.500–4.000 €Ertrag: Pauschale je Inventurtag, Wiederholung jährlich planbar
Warum das trägt
Die Inventurpflicht trifft jeden Betrieb mit Warenbestand, aber kaum einer will dafür Personal abstellen, das an dem Tag im Verkauf fehlt. Ein externer Zähltrupp löst genau das, mit Wiederholungsgeschäft im Jahresrhythmus.
Umsetzung
- Zähl-App und Barcode-Scanner anschaffen, die offline funktionieren
- Ablauf mit einem Testbetrieb einmal kostenlos durchspielen und Zeit messen
- Preisliste nach Artikelanzahl und Ladenfläche staffeln, nicht nach Stunden
- Steuerberater-Kanzleien als Empfehlungsquelle ansprechen — sie sehen jeden Betrieb mit dem Problem
- Termine für die Weihnachtssaison und Jahreswechsel Monate im Voraus verkaufen
Der Haken: Saisonspitze. Fast jeder Betrieb will zum Jahreswechsel zählen — ohne mehrere geschulte Teams wird die Nachfrage in zwei Wochen nicht bedienbar, den Rest des Jahres ist es dünn.
Retouren- und Reklamationsabwicklung für kleine Online-Shops
Übernahme von Rücksendungsprüfung, Gutschrift-Vorbereitung und Wiedereinlagerung für Shopbetreiber ohne eigenes Lager-Team.
Machbar mit EinschraenkungüberregionalZielgruppe: Kleine Online-Händler, Marktplatz-VerkäuferStart: 2.000–6.000 €Ertrag: Preis je bearbeiteter Retoure oder Monatspauschale nach Volumen
Warum das trägt
Retouren sind für kleine Shops der unbeliebteste Teil des Geschäfts und binden Zeit, die für den Verkauf fehlt. Wer das sauber und schnell abwickelt, wird an das Shopsystem angebunden und ist schwer austauschbar.
Umsetzung
- Mit einem Shopsystem (z. B. Shopware, WooCommerce) und dessen Retourenprozess vertraut machen
- Lagerfläche und einfache Prüf-/Fotostation für Zustand der Rücksendung einrichten
- Klare Regeln mit dem Kunden vereinbaren: was wird als beschädigt gemeldet, was nicht
- Ersten Shop über eine feste Wochenpauschale gewinnen, Volumen nach drei Monaten neu verhandeln
- Schnittstelle oder zumindest festes CSV-Format für die Gutschriftmeldung an den Kunden abstimmen
Der Haken: Zahlungsstreit ist vorprogrammiert, wenn die Zustandsbewertung der Retoure strittig ist — das muss vertraglich vorab geregelt sein, sonst wird jede zweite Rechnung diskutiert.
Mobiler Akten- und Datenträger-Vernichtungsdienst
DSGVO-konforme Vernichtung von Papierakten und Datenträgern direkt beim Kunden, mit Vernichtungsnachweis.
Machbar mit EinschraenkunglokalZielgruppe: Kleine Praxen, Kanzleien, Handwerksbetriebe, VereineStart: 6.000–15.000 €Ertrag: Preis je Behälter oder je Vernichtungstermin, oft im Abo mehrmals jährlich
Warum das trägt
Aufbewahrungsfristen laufen ab, und die Sorge, etwas falsch zu entsorgen, hält viele Betriebe davon ab, überhaupt etwas wegzuwerfen. Ein dokumentierter Vernichtungsnachweis nimmt genau diese Sorge.
Umsetzung
- Vernichtungsklasse nach DIN 66399 festlegen, die für sensible Geschäftsunterlagen verlangt wird
- Mobilen Shredder oder Kooperation mit einem stationären Entsorger als Unterauftrag prüfen
- Vernichtungsnachweis als festen Bestandteil jeder Leistung anbieten, nicht als Extra
- Feste Abholtermine (quartalsweise) statt Einzelaufträge verkaufen
- Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO als Standardvorlage bereithalten
Der Haken: Hohe Startinvestition in Fahrzeug und Technik, wenn nicht mit einem Entsorgungsbetrieb kooperiert wird — ohne Kooperation amortisiert sich die eigene Anlage erst bei größerem Kundenstamm.
Vertretungsnetzwerk für Soloselbstständige
Verband von Einzelkämpfern in ähnlichen Berufen, die sich gegenseitig bei Urlaub und Krankheit vertreten — organisiert und vermittelt gegen eine Vermittlungsgebühr.
Machbar mit EinschraenkungüberregionalZielgruppe: Freiberufler, Handwerker-Solisten, Therapeuten in EinzelpraxisStart: 500–2.000 €Ertrag: Vermittlungsgebühr je Vertretungseinsatz oder feste Mitgliedspauschale
Warum das trägt
Die meiste Angst vor der Selbstständigkeit ist die Frage, wer im Krankheitsfall übernimmt. Ein organisiertes Netzwerk mit geprüften Vertretern löst ein Problem, das jeder Soloselbstständige hat, aber niemand allein lösen kann.
Umsetzung
- Eine Berufsgruppe auswählen, in der Vertretung fachlich einfach ist (z. B. Handwerk, nicht approbierte Heilberufe)
- Zehn Gründungsmitglieder persönlich gewinnen, keine anonyme Plattform starten
- Klare Regeln für Haftung und Vergütung zwischen Vertretenem und Vertreter schriftlich fixieren
- Verfügbarkeitskalender führen, damit im Ernstfall schnell vermittelt werden kann
- Nach den ersten erfolgreichen Vertretungen über Kammern und Verbände wachsen
Der Haken: Vertrauen ist die ganze Idee — ein einziger schlecht vertretener Kunde beschädigt den Ruf des Netzwerks insgesamt, deshalb muss die Auswahl der Vertreter strenger sein als die Nachfrage es zulässt.
Zahlungserinnerung und Mahnwesen im Auftrag für Kleinbetriebe
Freundliche, aber konsequente Zahlungserinnerungen und ein gestuftes Mahnwesen für Betriebe, die selbst zu gutmütig oder zu beschäftigt dafür sind.
Machbar mit EinschraenkungüberregionalZielgruppe: Handwerker, Kleindienstleister, VermieterStart: 1.000–3.000 €Ertrag: Monatspauschale plus Erfolgsanteil an eingetriebenen Beträgen
Warum das trägt
Offene Rechnungen sind das teuerste Problem kleiner Betriebe, und die Konfrontation mit dem eigenen Kunden scheuen die meisten. Ein neutraler Dritter erinnert leichter als der Betrieb selbst.
Umsetzung
- Vor dem Start klären, ab welchem Punkt die Tätigkeit als Inkassodienstleistung gilt und eine Registrierung nach § 10 RDG erfordert
- Solange nur Zahlungserinnerungen im Namen des Auftraggebers verschickt werden, bleibt die Grenze meist unproblematisch — schriftlich mit einem Anwalt absichern
- Vorlagen für dreistufige Erinnerungen (freundlich, bestimmt, letzte Frist) entwickeln
- Mit einem Kleinbetrieb mit chronischen Zahlungsverzügen als erstem Referenzkunden starten
- Software zur Fristüberwachung nutzen, damit kein Fall untergeht
Der Haken: Erlaubnispflicht: Sobald eigenständig gemahnt oder verhandelt statt nur erinnert wird, ist die Grenze zur Inkassodienstleistung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz überschritten und eine Registrierung bei der zuständigen Stelle Pflicht.