15 % klingen wenig – bis du ausschüttest.
Die GmbH zahlt auf ihren Gewinn nur rund 15 % Körperschaftsteuer. Der Haken kommt bei der Ausschüttung an dich. PilotOS rechnet beide Ebenen durch – die rund 15,8 % auf Unternehmensebene plus die zweite Ebene bei der Ausschüttung –, damit du schwarz auf weiß siehst, was am Ende wirklich übrig bleibt.

Auf einen Blick
15 % + Soli
Auf das zu versteuernde Einkommen der Kapitalgesellschaft fallen 15 % Körperschaftsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag an – zusammen rund 15,8 %.
Plus Gewerbesteuer
Daneben steht die Gewerbesteuer ohne Freibetrag. Zusammen liegt die Belastung thesaurierter Gewinne grob bei 30 %.
Ausschüttung kostet nochmal
Zahlst du dir den Gewinn aus, kommt auf der zweiten Ebene Abgeltungsteuer bzw. das Teileinkünfteverfahren obendrauf.
Warum die GmbH nur auf den ersten Blick günstig ist
Eine Kapitalgesellschaft – GmbH, UG oder AG – ist ein eigenes Steuersubjekt. Auf ihr zu versteuerndes Einkommen zahlt sie 15 % Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf, also effektiv rund 15,8 %. Hinzu kommt die Gewerbesteuer, die bei Kapitalgesellschaften ohne Freibetrag greift. In Summe liegt die Belastung von Gewinnen, die im Unternehmen bleiben, grob bei 30 % – ein starker Wert, solange reinvestiert wird.
Die zweite Ebene entscheidet über den tatsächlichen Vorteil: Sobald der Gewinn an die Gesellschafter ausgeschüttet wird, fällt beim Empfänger Abgeltungsteuer (25 % plus Soli) oder – bei Beteiligungen im Betriebsvermögen – das Teileinkünfteverfahren an. Rechnet man beide Ebenen zusammen, schmilzt der scheinbare Steuervorteil der GmbH bei Vollausschüttung oder kehrt sich sogar um. Die GmbH glänzt dort, wo Gewinne thesauriert und im Betrieb weiterarbeiten.
Was in die Körperschaftsteuererklärung gehört
Grundlage ist der handelsrechtliche Jahresabschluss, der über die steuerlichen Korrekturen zum zu versteuernden Einkommen führt. Typische Themen sind nicht abziehbare Betriebsausgaben, verdeckte Gewinnausschüttungen – etwa ein unangemessen hohes Geschäftsführergehalt oder ein zu günstiger Mietvertrag mit dem Gesellschafter – sowie die korrekte Behandlung von Rückstellungen. Die Erklärung wird zusammen mit der Gewerbesteuererklärung und der E-Bilanz elektronisch übermittelt.
PilotOS führt Buchhaltung, Abschluss und die steuerlichen Nebenrechnungen in einem System, sodass die Kennzahlen für Körperschaft- und Gewerbesteuer aus derselben Datenbasis stammen. Ob eine GmbH für dich der richtige Weg ist, hängt aber nicht an der Steuer allein – der Rechtsform-Berater rechnet dir Personen- gegen Kapitalgesellschaft für deine Zahlen durch.
Vereinfachte Darstellung zum Rechtsstand 2026, keine steuerliche Beratung im Einzelfall.
Vorauszahlungen, Verluste und Beteiligungen
Auch die GmbH zahlt die Körperschaftsteuer nicht in einer Summe, sondern in vierteljährlichen Vorauszahlungen (10. März, Juni, September und Dezember), die das Finanzamt aus dem letzten Bescheid ableitet. Wächst der Gewinn, drohen später Nachzahlungen – wer die Vorschau laufend im Blick hat, legt rechtzeitig zurück.
Macht die Gesellschaft Verluste, gehen sie nicht verloren: Sie lassen sich begrenzt ins Vorjahr zurücktragen und in Folgejahre vortragen, wo sie künftige Gewinne mindern. Ab einem Sockelbetrag greift dabei die Mindestbesteuerung, die den Verlustabzug pro Jahr deckelt.
Ein Punkt, der bei Beteiligungen zählt: Erhält die GmbH Dividenden aus Anteilen an anderen Kapitalgesellschaften, bleiben diese nach § 8b KStG weitgehend steuerfrei – pauschal gelten nur 5 % als nicht abziehbare Betriebsausgabe. Das macht die Kapitalgesellschaft als Holding-Struktur interessant. Welche Konstellation für dich sinnvoll ist, gehört allerdings in die Hand eines Steuerberaters; PilotOS liefert die saubere Zahlenbasis dafür.
Organschaft: Gewinne und Verluste im Verbund
Wer mehrere Kapitalgesellschaften hat, stößt früher oder später auf die Organschaft. Schließen Mutter- und Tochtergesellschaft einen Ergebnisabführungsvertrag und sind die Voraussetzungen erfüllt, wird das Ergebnis der Tochter der Mutter zugerechnet. Der praktische Effekt: Gewinne der einen und Verluste der anderen Gesellschaft lassen sich direkt verrechnen, statt dass Verluste isoliert vorgetragen werden müssen.
Das ist ein starker Hebel, aber an strenge Formalien gebunden – der Vertrag muss auf mindestens fünf Jahre geschlossen, tatsächlich durchgeführt und im Handelsregister eingetragen sein. Fehler kosten die steuerliche Anerkennung rückwirkend. Genau deshalb gehört die Gestaltung in fachkundige Hände; PilotOS liefert die konsolidierbare Zahlenbasis, auf der dein Berater aufsetzt.
Körperschaftsteuer – häufige Fragen
Wie hoch ist die Körperschaftsteuer?
15 % auf das zu versteuernde Einkommen der Kapitalgesellschaft, plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf – zusammen rund 15,8 %. Dazu kommt die Gewerbesteuer ohne Freibetrag.
Stand
Lohnt sich eine GmbH steuerlich?
Vor allem dann, wenn Gewinne im Unternehmen bleiben (Thesaurierung): Dann greift nur die rund 30-prozentige Belastung. Bei Vollausschüttung kommt die zweite Ebene (Abgeltungsteuer bzw. Teileinkünfteverfahren) hinzu, und der Vorteil gegenüber dem Einzelunternehmen schrumpft oder verschwindet.
Stand
Was ist eine verdeckte Gewinnausschüttung?
Eine Vermögensverlagerung von der Gesellschaft zum Gesellschafter, die einem Fremdvergleich nicht standhält – etwa ein überhöhtes Geschäftsführergehalt. Sie erhöht das zu versteuernde Einkommen der Gesellschaft und wird beim Gesellschafter wie eine Ausschüttung behandelt.
Stand
Welche Erklärungen muss eine GmbH abgeben?
In der Regel Körperschaftsteuer-, Gewerbesteuer- und Umsatzsteuererklärung sowie die E-Bilanz, alle elektronisch. PilotOS stellt die Werte aus einer gemeinsamen Datenbasis zusammen.
Stand
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